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Ärzteschaft

Videosprechstunden nehmen in Coronakrise stark zu

Mittwoch, 27. Oktober 2021

/agenturfotografin, stock.adobe.com

Berlin – In der Coronakrise haben ärztliche Beratungen per Videosprechstunde stark zugenommen. Im ersten Halbjahr 2021 gab es bei Praxen von Ärzten und Psychotherapeuten mehr als 2,25 Millionen solcher digitalen Kontakte, wie eine Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ergab. Vor der Pandemie waren im ganzen Jahr 2019 keine 4000 Videosprechstunden abgerechnet worden.

Die größte Nachfrage gab es demnach im April 2020 mit fast 604.000 Videosprechstunden. In den ersten drei Monaten 2021 waren es jeweils mehr als 400.000, seit März gingen die Zahlen wieder etwas zurück.

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Auffällig habe die Inanspruchnahme von Psychotherapieleistungen für Kinder und Jugendliche zugelegt, erläuterte das Institut. Im ersten Halbjahr 2021 habe sie acht Prozent über dem Niveau des Zeitraums von 2019 gelegen.

Dies gebe Anlass zur Besorgnis und müsse eng beobachtet werden. Weil es bei Kindern und Jugend­lichen kaum schwere Coronaverläufe gab, hätten sie sich lange unterhalb des politischen und gesell­schaftlichen Radars befunden. Psychische Belastungen bei unter 18-Jährigen machten sich zunehmend in der Versor­gung bemerkbar.

Für die Analyse wurden den Angaben zufolge Abrechnungsdaten von 16 der 17 Kassenärztlichen Vereini­gungen ohne Mecklenburg-Vorpommern übermittelt, zum zweiten Quartal 2021 Frühinforma­tionen zu den Daten. © dpa/aerzteblatt.de

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