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Politik

DKG plädiert für Reform der psychiatrischen Versorgung

Donnerstag, 28. Oktober 2021

/Chinnapong, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich für eine Reform der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung in Deutschland ausgesprochen.

Psychische Erkrankungen, die schon in den vergangenen Jahren die stärkste Zunahme aller Krankheits­fälle verzeichnet hätten, seien gerade durch die COVID-Pandemie noch stärker in den Fokus geraten, betonte die DKG.

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Wie eine im Lancet veröffentlichte Studie ergeben habe, seien weltweit 52 Millionen Menschen mehr an einer depressiven Störung erkrankt als vor der Pandemie.

„Wir haben ein hoch effektives und qualitativ hochwertiges Versorgungsnetz in den deutschen Kliniken“, betonte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß. „Gleichzeitig bestehen extreme Herausforder­un­gen für die Versorgung psychisch kranker Menschen. Wir brauchen dringend Reformen und erwarten von einer zukünftigen Regierung, dass das Thema nachhaltig angegangen wird.“

Krankenhäuser für psychiatrische Leistungen öffnen

In einem Positionspapier benennt die DKG fünf Bereiche, die reformiert werden müssten: die sektoren­übergreifenden Versorgungsstrukturen inklusive einer Förderung regionaler Netzwerke, die Personal­aus­stattung, das Vergütungssystem, die Dokumentations- und Nachweispflichten und die Digitalisierung.

„Für eine Verbesserung der Angebote für die Betroffenen brauchen wir eine Förderung der sektorenüber­greifenden Versorgungsstrukturen, eine weitreichende Öffnung der Krankenhäuser für ambulante psychi­a­trische und psychosomatische Behandlungsleistungen sowie eine Weiterentwicklung der Personal­an­for­derungen und des Finanzierungssystems“, meinte Gaß. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass die neue Ko­alition der psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung in Deutschland ein großes Gewicht bei­messen wird.“

In Deutschland gibt es der DKG zufolge mehr als 800 Abteilungen für Erwachsenenpsychiatrie, Psycho­so­matik und Kinder- und Jugendpsychiatrie, in denen mehr als 7.500 Ärztinnen und Ärzte sowie 48.500 Pflegende die Patienten versorgen. © EB/fos/aerzteblatt.de

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