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Sechstägiger Streik bei Asklepios beendet

Mittwoch, 27. Oktober 2021

/picture alliance, Jens Kalaene

Brandenburg/Havel – Nach sechs Tagen sind heute mit dem Ende der Nachtschicht die Streiks an den Brandenburger Asklepios-Kliniken beendet worden. Weitere Streikwellen würden kommen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke. In diesen Tagen werde über Beginn, Dauer und Ort entschieden.

Die Mitarbeiter seien kampfeswillig, sagte Franke. Sie nähmen wahr, dass der Arbeitgeber ihre Arbeit nicht so schätze wie die der Kollegen an den Standorten im Westen. „31 Jahre nach der deutschen Ein­heit fühlen sie sich diskriminiert.“

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Aussagen von Asklepios, man könne keinen Tariflohn zahlen, weil es sich um ein privates Unternehmen handele, halte er für vorgeschoben. „Richtiger ist, man will nicht zahlen, weil der Gewinn sonst zu niedrig ist.“

Mit den Streiks an den drei Asklepios-Standorten in Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben sollen höhere Gehälter erreicht werden. Die rund 1.450 Brandenburger Beschäftigten verdienen teilweise bis zu 10.600 Euro weniger im Jahr als bei Asklepios in Hamburg. Die bislang letzte Verhandlungsrunde gab es am 22. Juni.

Der jüngste Vorschlag der Arbeitgeber sah nach deren Angaben je nach Berufsgruppe höhere Gehälter innerhalb der zweijährigen Laufzeit bis zu 16 Prozent vor. Die Gewerkschaft widerspricht dieser Dar­stellung.

Nach ihren Berechnungen entspräche dies einer Gehaltssteigerung zwischen 4,1 und 8,5 Prozent. Hinzu käme eine einmalige Coronasonderzahlung von 1.200 Euro, für die es aber ein Jahr lang keine Tarif­stei­ge­rung geben solle. © dpa/aerzteblatt.de

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