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Berliner Krankenhaus­gesellschaft rechnet mit Notbetrieb

Mittwoch, 3. November 2021

Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft /picture alliance, Thomas Uhlemann

Berlin – Angesichts deutlich steigender Inzidenzzahlen rechnet auch die Berliner Krankenhausgesell­schaft (BKG) mit einem baldigen Notbetrieb der Hauptstadtkliniken. „Die Berliner Kliniken befinden sich absehbar in einem neuen Krisenmodus“, sagte BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner dem Tagesspiegel.

„Die Zahlen der COVID-19-Patienten steigen – sowohl auf den Intensiv- als auch den Normalstationen.“ Er gehe davon aus, dass planbare Behandlungen in den nächsten Wochen zunehmend verschoben wer­den müssen, um die steigende Zahl an COVID-19-Patienten versorgen zu können.

„Wahrscheinlich würden zehn Prozent der Krankenbetten bald für Coronafälle frei gehalten werden müssen – das sind in Berlin etwa 2.000 Betten“, sagte Schreiner. Erst gestern hatte auch die Charité vor einer Überlastung der Intensivstationen gewarnt. Insbesondere unter Ungeimpften sei von einem deutlichen Anstieg an Neuinfektionen auszugehen.

„Aktuell sind etwa 90 Prozent der COVID-19-Patientinnen und Patienten in der Charité nicht geimpft“, sagte Martin Kreis, Vorstand für die Krankenversorgung in Deutschlands größter Uniklinik. Wenn es nicht gelinge, die Impfquote deutlich zu steigern, werde das infolge der Behandlungen in Krankenhäusern zu massiven Einschränkungen in den Kliniken führen. © dpa/aerzteblatt.de

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