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Politik

Spahn und Ärzte für Auffrischimpfungen nach sechs Monaten

Donnerstag, 4. November 2021

/picture alliance, Fleig, Eibner-Pressefoto

Berlin – Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Ärzteverbände wollen mit einer einheitlichen Linie für mehr Auffrischungsimpfungen werben.

Eine solche Impfverstärkung („Booster“) soll demnach allen Geimpften angeboten werden, die vor sechs Monaten ihre Impfserie ab­geschlossen haben, wie es nach einer Videokonferenz Spahns mit mehreren Verbänden heute aus Teil­neh­merkreisen hieß. Insbesondere sollten Ältere, medizinisches Personal und Menschen mit Immun­schwäche „geboostert“ werden.

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Die Kampagne für Auffrischungsimpfungen solle so vereinheitlicht und angepasst werden, hieß es aus den Kreisen. Vorgesehen ist demnach auch eine Information dazu an die Praxisärzte. Zuletzt hatte es Diskussionen gegeben, wie groß der Kreis für Impfverstärkungen sein soll.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie vorerst in engerem Rahmen unter anderem ab 70 Jahre, worauf sich auch Ärzte­vertreter bezogen. Spahn setzt sich für „Booster“ auf breiterer Front ein, die laut Impfverordnung generell für alle möglich sind.

Aus der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hieß es dazu heute, man unterstütze mit aller Kraft die COVID-19-Impfkampagne. „Das bedeutet, dass in der aktuellen Phase insbesondere diejenigen schnell eine Auffrischungsimpfung erhalten sollten, die von der Empfehlung der Ständigen Impfkommis­sion umfasst sind“, sagte KBV-Chef Andreas Gassen.

Dazu gehörten die zum Jahresbeginn 2021 geimpften älteren Personen sowie Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen. Grundsätzlich seien entsprechend der Impfverordnung und der Zulassung Impfungen aber für alle möglich, deren Grundimmunisierung bereits sechs Monate oder länger zurückliege, so Gassen.

Die Sechs-Monats-Frist erreiche nun zunächst Menschen, die ohnehin noch nach der damals geltenden Prioritätsreihenfolge geimpft wurden, hieß es zur Erläuterung – rein kalendarisch also, wenn man bis Anfang Mai seine vollständige Impfung bekommen hatte.

Demnach in Frage kämen momentan mehr als zehn Millionen Menschen, einbezogen auch Geimpfte mit Johnson & Johnson sowie Menschen mit Immunschwäche.

Eine Auffrischungsimpfung erhalten haben laut Robert-Koch-Institut bisher 2,36 Millionen Menschen. Informationen zu „Boostern“ sollen jetzt auch über die offizielle Corona-Warn-App ausgespielt werden. Vorgesehen sind demnach auch Hinweise, wenn man in Frage kommt. © dpa/aerzteblatt.de

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