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Politik

Coronasonderbonus für medizinische Fachangestellte gefordert

Freitag, 5. November 2021

/picture alliance, Zoonar, lev dolgachov

Berlin – In einem Brandbrief an die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat der Verband medizinischer Fachberufe (VMF) die fehlende Anerkennung von Leistungen Medizinischer Fachangestellter (MFA) in der Pandemie erneut scharf kritisiert.

Der Verband forderte, dass der Staat – analog zu den Beschäftigten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen – auch den im niedergelassenen Bereich tätigen MFA einen Coronabonus auszahlt. Zudem solle pro Im­pfung ein Zuschlag in der Höhe von 15 Euro gezahlt und an die Angestellten im Praxisteam weiterge­geben werden.

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„Gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten waren Medizinische Fachangestellte seit Beginn der Pande­mie – und jetzt auch in der 4. Welle – der Garant für den Schutzwall vor den Kliniken und haben die Überlas­tung im öffentlichen Gesundheitsdienst aufgefangen“, erklärte VMF-Präsidentin Hannelore König in dem Schreiben an den bayerischen Gesundheitsminister und Vorsitzenden der 94. Gesundheits­minis­ter­konferenz, Klaus Holetschek.

So seien auf dem Höhepunkt der Impfkampagne in den Arztpraxen wöchentlich mehr als drei Millionen Impfungen verabreicht worden. Einen Coronasonderbonus im Gesundheitswesen habe es aber nur für die Pflege gegeben.

„Wenn Medizinische Fachangestellte auch weiterhin ihre aktive Rolle in der Pandemiebekämpfung über­nehmen sollen und der Schutzwall vor den Kliniken funktionieren soll, brauchen auch sie die entspre­chende Anerkennung und Wertschätzung ihrer Leistungen“, so König.

Viele MFA seien aktuell am Limit und demotiviert, weil die Politik sie nicht sehe und sie zum wieder­holten Mal beim Coronasonderbonus vergessen würden. „Es ist höchste Zeit, Medizinische Fachan­gestellte für Ihren Einsatz in der Pandemiebekämpfung zu honorieren“, fordert der Verband.

Für eine Anerkennung, etwa in Form einer Sonderprämie, hatten sich wiederholt auch die Ärzte stark gemacht. Zuletzt hatte dies der 125. Deutsche Ärztetag in Berlin angemahnt. © hil/sb/aerzteblatt.de

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