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Politik

Thüringen will Auffrischimpfungen nach fünf Monaten

Dienstag, 9. November 2021

Heike Werner (Die Linke), Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit Frauen und Familie von Thüringen./dpa, Martin Schutt

Erfurt – In Thüringen sollen Auffrischungsimpfungen künftig bereits fünf Monate nach der Zweitimp­fung angeboten werden. Der Freistaat wolle sich dabei an Israel orientieren, sagte Gesundheits­ministerin Heike Werner (Linke) heute nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Erfurt.

Bereits vor der Gesundheitsminister­konferenz sei in Thüringen die Entscheidung für die Boosterimp­fungen getroffen worden, betonte sie. Werner will zudem in der kommenden Woche einen Vorschlag für eine 2G-Regelung im Freistaat vorlegen.

„Da gibt es verschiedene Varianten, ich bin eher für eine strenge“, sagte die Ministerin. In welcher Form die Regelung umgesetzt werden solle, werde in der kommenden Woche im Kabinett vereinbart.

In der neuen Verordnung soll außerdem verankert werden, dass ungeimpfte Beschäftigte in Pflegeein­rich­tungen täglich auf das Coronavirus getestet werden müssen. Geimpftes Personal müsse weiterhin zweimal pro Wochen getestet werden. Für Menschen mit Auffrischungsimpfung soll die Testpflicht entfallen.

Die neue Verordnung auf Grundlage des bisherigen Erlasses soll am 23. November in Kraft treten. Zwei Tage später läuft die epidemische Lage von nationaler Tragweite aus. In der kommenden Woche soll im Bundestag ein Gesetzentwurf beraten werden, der Coronamaßnahmen auch danach ermöglichen soll. © afp/aerzteblatt.de

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