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Politik

NRW-Kabinett beschließt Kinderschutzgesetz

Mittwoch, 10. November 2021

/MQ-Illustrations, stock.adobe.com

Düsseldorf – Als Lehre aus den Missbrauchsskandalen von Lügde, Münster und Bergisch Gladbach soll der Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen (NRW) gesetzlich gestärkt werden. Das Kabinett beschloss gestern den Entwurf für ein Kinderschutzgesetz. Damit werden landesweit fachliche Mindeststandards für den Schutz­auftrag der Jugendämter bei Kindeswohlgefährdungen festgelegt.

In allen Jugendamtsbezirken sollen interdisziplinäre Netzwerke zum Kinderschutz aufgebaut werden. In Betreuungseinrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe sollen Leitlinien für Kinderschutz­konzepte etabliert werden. Das pädagogische Personal soll umfassend qualifiziert werden. Kinder sollen mehr Gehör finden.

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Die grausamen Fälle hätten der Gesellschaft vor Augen geführt, „dass wir unsere Anstrengungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Vernachlässigung und Gewalt erheblich verstärken müssen“, erklärte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP).

Das Land will in den kommenden drei Jahren insgesamt rund 185 Millionen Euro in das Gesetz investie­ren. Der Entwurf sei als Einstieg in einen umfassenden, landesrechtlich verankerten Kinderschutz zu verstehen, sagte Stamp. Er sei darauf ausgelegt, über längere Zeit weiterentwickelt zu werden. © dpa/aerzteblatt.de

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