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Asklepios Kliniken: Neues Angebot in Tarifverhandlungen vorgelegt

Mittwoch, 10. November 2021

/dpa, Jens Kalaene

Brandenburg/Havel – Die Asklepios Kliniken Brandenburg haben nach eigenen Angaben in den lau­fen­den Tarifverhandlungen ein neues Angebot vorgelegt. Es gehe über den aktuellen Haustarifvertrag hi­naus, kündigte Sprecher Rune Hoffmann auf Anfrage gestern an.

Geboten werden demnach bis zu 18 Prozent Gehaltserhöhung ab April 2021, einschließlich der in diesem Jahr noch bis Weihnachten ausgezahlten Coronaprämie. An dem seit 2013 bestehenden Haustarifvertrag solle festgehalten werden, hieß es.

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Er sei zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Asklepios Fachklini­ken Brandenburg vereinbart worden. Abgelehnt werde die Forderung der Gewerkschaft auf eine Anglei­chung an die Entgeltstruktur des Tarif­vertrages im öffentlichen Dienst.

Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke kritisierte auf Anfrage, es gebe keine angebotene Entgelterhöhung von 18 Prozent. „Da hat sich Asklepios kräftig verrechnet“, sagte er. Für die einmalige Coronasonderzah­lung in Höhe von 1.200 Euro solle es für den Zeitraum von April 2021 bis März 2022 keine Lohnerhöh­ung geben, sagte er.

Nur Pflegefachkräfte in Wechselschichten sollen sich mit einer zusätzlichen Pflege­zulage und einer Wechselschichtzulage die Entgelte ab April 2022 in zwei Schritten bis Juni 2023 um insgesamt 8,7 Prozent bis 12 Prozent (nur bei Berufsanfängern) erhöhen.

Seit Juni haben die Beschäftigten in der laufenden Tarifauseinandersetzung nach Angaben der Gewerk­schaft bereits an 18 Tagen gestreikt. Die Tarifverhandlungen waren vorgestern ohne Einigung fortgesetzt worden. Am 16. November ist die nächste Runde anberaumt worden.

Bei einer Urabstimmung Anfang Oktober hatten knapp 91 Prozent der befragten Mitglieder für unbefris­tete Streiks gestimmt.

In dem Arbeitskampf an den Standorten Brandenburg (Havel), Teupitz und Lübben geht es um gleiche Gehälter in Ost und West. Die rund 1.450 Brandenburger Beschäftigten verdienen laut Verdi nach einem Haustarifvertrag für die gleiche Arbeit teilweise bis zu 10.600 Euro weniger pro Jahr als die Kollegen an den Hamburger Standorten des Konzerns. © dpa/aerzteblatt.de

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