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Jeder Zweite geht krank zur Arbeit

Mittwoch, 10. November 2021

/LIGHTFIELD STUDIOS, stock.adobe.com

Hamburg – Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland geht einer Umfrage zufolge krank zur Arbeit. Das geht aus einer Befragung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, die heute veröffentlicht wurde. 51 Prozent der Befragten gaben demnach an, manchmal, häufig oder sehr häufig krank zur Arbeit zu gehen.

Frauen neigen den Angaben zufolge eher zu dem als Präsentismus bezeichneten Phänomen als ihre männlichen Kollegen. Es spiele zudem die Arbeitslast eine Rolle. So gehen Menschen, die viele Über­stunden machen, der Studie zufolge eher angeschlagen zur Arbeit.

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Die TK-Studie wurde vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung aus Konstanz durchgeführt. Zwischen 2018 und 2021 wurden mehr als 11.000 Beschäftigte befragt. Der Großteil war in Unterneh­men tätig. 16 Prozent der Teilnehmer waren in öffentlichen Einrichtungen angestellt.

Wie stark der Einfluss der Pandemie auf die Studienergebnisse ist, ist unklar. Dies ist den Wissenschaft­lern zufolge auch nicht der Anspruch der Untersuchung. Das Ziel sei, ein Abbild der Belastungssituation zu zeichnen.

„Wenn Mitarbeitende trotz Krankheit arbeiten, kann das nicht nur für sie selbst negative Folgen haben, sondern auch für das Unternehmen“, sagte TK-Chef Jens Baas. Sie steckten etwa Kollegen an oder mach­ten mehr Fehler. Daher reiche es nicht, als Unternehmen nur auf Fehlzeiten zu schauen – auch der Blick auf Präsentismus gehöre zum Gesundheitsmanagement. © dpa/aerzteblatt.de

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