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Todesfälle in Seniorenheim: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Donnerstag, 11. November 2021

/picture alliance, ZB, Jens Büttner

Eichstätt – Eine auffällige Häufung von Todesfällen im Zusammenhang mit einem Coronaausbruch in einem Seniorenheim im Landkreis Eichstätt hat Kripo und Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen.

Ermittelt werde wegen eines Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung in sechs Fällen, teilte das Poli­zeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mit. Mehrere Wohnungen und die Pflegeeinrichtung – ins­gesamt sechs Objekte – seien gestern durchsucht worden.

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Binnen vier Tagen waren zwischen dem 20. und 24. September sechs mit dem Coronavirus infizierte Bewohner des Seniorenheims im Landkreis Eichstätt gestorben.

Vor dem Hintergrund der Pandemielage und der damit einhergehenden Hygienemaßnahmen seien die Kontaktermittlungen und somit die möglichen Übertragungswege einer Infektion von immenser Bedeu­tung, berichteten die Ermittler.

Im Zuge dieser Recherchen hätten sich dann Verdachtsmomente ergeben, die ein mögliches Fehlverhal­ten von Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung nicht ausschließen ließen, hieß es weiter.

Nähere Angaben, um welches Fehlverhalten es sich handelte und gegen wie viele Mitarbeiter ermittelt wird, machten die Behörden nicht. Es gebe hier – anders als etwa in dem Ende September geschlos­senen Heim in Schliersee im Landkreis Miesbach – keine Anhaltspunkte für eine Vernachlässigung der Bewoh­ner.

Es sei umfangreiches Beweismittel sichergestellt worden. Die Ermittler der Kriminalpolizei erhoffen sich hierdurch weitere Erkenntnisse, die zur Klärung der Todesumstände beitragen. © dpa/aerzteblatt.de

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