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Molekulares Tumorboard zu Nebenwirkungen von Immuntherapien eingeführt

Freitag, 12. November 2021

/romaset, stock.adobe.com

Köln – Das Centrum für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf (CIO) führt an allen Stand­orten ein gemeinsames molekulares Tumorboard ein, kurz „iTox-Board“. In dem virtuellen interdisziplinä­ren Meeting besprechen die Experten schwerwiegende und seltene Nebenwirkungen, die im Rahmen moderner Immuntherapien auftreten, wenn es zu einer zu starken Immunaktivierung kommt.

Das Treffen ergänzt die Tumorboards, die zum Standard aller zertifizierten Organkrebszentren gehören.
Das iTox-Board war am CIO Köln fast ein Jahr im Testbetrieb und wird jetzt um die anderen drei CIO-Standorte Aachen, Bonn und Düsseldorf erweitert. Im iTox Board am CIO Köln wurden bislang rund 40 Fälle mit immunvermittelten Nebenwirkungen bei verschiedensten Krebsarten diskutiert.

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Zur Besprechung der häufig komplexen Fälle sind regelmäßig Teilnehmer aus der Hämatologie-Onko­lo­gie, Dermatologie, Neurologie, Endokrinologie, Gastroenterologie, Radiologie und Rheumatologie betei­ligt. Abhängig von den betroffenen Organsystemen kommen weitere Fachdisziplinen wie Nephro­logie, Kardiologie, Pulmologie, HNO, Urologie und Pathologie hinzu.

In den bisher durchgeführten iTox-Boards wurden vor allem Fälle von schwerwiegenden Entzündungen der Lunge, Leber oder Gelenke besprochen sowie Empfehlungen bei Auftreten endokrinologischer Ne­ben­wirkungen oder unklaren Befundkonstellationen bei Verdacht auf immunvermittelte Myositis erarbei­tet.

„Durch die Beteiligung aller relevanten Fachdisziplinen konnte im iTox-Board in allen vorgestellten Fällen ein klares Konzept zur weiteren Diagnostik und Therapie erstellt und ein tödlicher Verlauf der Nebenwirkungen verhindert werden.

Der interdisziplinäre Austausch war essentiell, um die immunvermittelten Nebenwirkungen, die häufig mehrere verschiedene Organsysteme betreffen, sowie die Situation der Patienten ganzheitlich und umfassend zu besprechen“, sagte Paul Bröckelmann, Facharzt an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln. © hil/aerzteblatt.de

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