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Unikliniken sagen wegen Warnstreiks Operationen ab

Montag, 15. November 2021

/dpa, Mona Wenisch

Essen/Köln – Die Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen sagen wegen des Warnstreiks der Gewerk­schaft Verdi in den kommenden Tagen erneut Operationen und Behandlungstermine ab. Es seien „er­heb­liche Einschränkungen in der Patientenversorgung“ zu erwarten, sagte ein Sprecher der Klinik in Essen gestern.

Von gestern bis übermorgen könnten zahlreiche Operationen nicht stattfinden. Ambu­lante Termine im Krankenhaus könnten sich verschieben. Für medizinische Notfälle sei man aber gerüs­tet.

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Auch die Uniklinik Köln dünnt Ihr OP-Programm bereits heute aus. „Dies wird vor allem Patienten be­treffen, deren Behandlung medizinisch vertretbar verschoben werden kann“, schrieb die Klinik auf ihrer Internetseite. In Münster sollen mehrere Stationen und OP-Säle ganz geschlossen werden.

Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes der Länder von morgen bis Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind alle sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster – allerdings soll nicht überall an allen drei Tagen die Arbeit nie­dergelegt werden.

Beim letzten Aufruf der Gewerkschaften hatten sich laut Verdi mehr als 2.000 Uniklinikbeschäftigte an den Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen beteiligt. In dieser Woche sind auch Beschäftigte von Hoch­schulen, Staatsanwaltschaften und anderen Behörden zum Arbeitskampf aufgerufen.

Verdi fordert für die rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigten bundesweit eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Ge­sund­heitswesens sollen monatlich 300 Euro mehr erhalten.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte die Forderungen bislang als unrealistisch zurückge­wiesen. Die dritte Verhandlungsrunde ist am 27. und 28. November in Potsdam geplant. © dpa/aerzteblatt.de

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