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Politik

Eindringlicher Appell des Bundespräsidenten zur Impfung

Montag, 15. November 2021

/picture alliance, Jean MW, Geisler-Fotopress

Berlin – Angesichts rasant steigender COVID-19-Infektionen hat Bundespräsident Frank-Walter Stein­meier eindringlich zur Impfung aufgerufen. „Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, setzen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel, und sie gefährden uns alle“, mahnte das Staatsoberhaupt heute in Berlin.

Er äußerte sich zur Eröffnung des „Zwölften Forum Bellevue“ zum Thema „Was kann der Staat? Lektionen aus der Pandemie“. „Ich bitte Sie noch einmal: Lassen Sie sich impfen! Es geht um Ihre Gesundheit, und es geht um die Zukunft Ihres Landes!“, betonte Steinmeier.

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Die vierte Welle treffe Deutschland „härter, als sie uns treffen müsste“, so der Bundespräsident. „Denn wir wissen doch, was zu tun ist, um diese Pandemie endlich hinter uns zu lassen“. Die allermeisten Menschen in Deutschland ließen sich impfen, um sich und andere zu schützen. Es seien vor allem Ungeimpfte, die sich in diesem Herbst mit dem Virus infizierten und es seien vor allem Ungeimpfte, die auf den Intensiv­stationen um ihr Leben kämpften.

„Wenn ich höre, dass Menschen, die im Krankenhaus mit dem Virus ringen, noch immer bestreiten, dass es dieses Virus gibt, dann erschüttert mich das zutiefst“, sagte der Bundespräsident. „Es ist tragisch und tut mir von Herzen leid! Wer jetzt immer noch zögert, sich impfen zu lassen, den will ich heute ganz direkt fragen: Was muss eigentlich noch geschehen, um Sie zu überzeugen?“.

Mit Blick auf mögliche Konsequenzen aus der Pandemie sagte Steinmeier: „Schon jetzt müssen wir uns fragen, ob wir – wir alle, in Politik und Gesellschaft – aus der zweiten und dritten Welle wirklich genug lernen wollten, ob nicht der Wunsch, die Gedanken an die Seuche endlich zu verbannen, einer konse­quenten Abwehr der vierten Welle im Weg stand.“ Umso wichtiger sei es, jetzt Schlüsse zu ziehen und sich für künftige Krisen zu wappnen.

Dazu gehöre auch ein angemessenes Verhältnis von Wissenschaft und demokratischer Politik. „Wir dürfen die Grenzen zwischen beiden Sphären nicht verwischen, und wir dürfen die Perspektiven der Wissen­schaft und die Anforderungen demokratischer Politik nicht gegeneinander ausspielen“.

Wenn sich die Politik sich hinter der Wissenschaft verstecke und oder die Wissenschaft sich an die Stelle der Politik setze, schwäche dies das Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie. „Wenn sie aber die Eigen­logiken beider Sphären anerkennen und sichtbar machen, dann stärken sie dieses Vertrauen“, so der Bundes­präsi­dent. © kna/aerzteblatt.de

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