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Mehr PCR-Tests, höhere Positivrate

Dienstag, 16. November 2021

/picture alliance, Kira Hofmann

Berlin – Immer mehr Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 bedeuten auch immer mehr Verdachtsfälle und mehr rote Warnungen der Corona-Warn-App mit dem Hinweis „erhöhtes Risiko“. Die Zahl der PCR-Tests explodiert.

Den Daten der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) zufolge sind in der vergangenen Woche (8. bis 14. November 2021) 1,535 Millionen PCR-Tests von den Laboren analysiert worden. Das ist ein Plus von 39 Prozent zur Vorwoche (1,101 Millionen Tests). Die ALM spricht von einem „wieder exponentiell zuneh­menden SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen“.

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Die Positivrate der der SARS-CoV-2-PCR-Tests steigt dabei weiter an. Sie betrug 17,3 Prozent (Vorwoche 16,2 Prozent) bei gleichzeitig deutlicher Zunahme an SARS-CoV-2-PCR-Testungen. Insgesamt wurden da­mit von allen durchgeführten SARS-CoV-2-PCR-Tests 265.501 positiv diagnostiziert (178.909 in der KW 44) – eine Steigerung von 48 Prozent.

Unterschiede gibt es den Laboren zufolge zwischen Nord und Süd und Osten und Westen. Während die Positivrate in Hamburg bei rund neun Prozent liegt, beträgt sie in Sachsen rund 37 Prozent. Die ALM wies darauf hin, dass die Positivrate ohne die flächende­ckende Pooltestung in bevölkerungsrei­chen Bundes­ländern wie Nordrhein-Westfalen und Bayern „deutlich höher ausfallen würde“.

Die Analysedaten des Robert-Koch-Instituts für die Corona-Warn-App untermauern den Trend. Demnach erhielten in der Woche vom 8. November bis 14. November rund 310.000 Nutzer der App einen roten Warnhin­weis (siehe Grafik). In der Woche davor sind es noch rund 195.000 Warnungen und davor sogar nur 105.000 gewesen.

Nutzer, die eine rote War­nung mit dem Hinweis „erhöhtes Risisko“ erhalten haben, können grundsätzlich auch einen kostenfrei­en PCR-Test erhalten. Das stellt das Bundesministerium für Ge­sund­heit (BMG) auf seiner Internetseite klar.

Die App selbst empfiehlt vorher eine Rücksprache mit dem Hausarzt, dem Gesundheitsamt oder der Hotline der Kassenärztlichen Bun­desvereinigung (KBV). Über den Anspruch auf einen kostenfreien PCR-Test hatte es in den vergangenen Tagen Irritationen gegeben. So sollen Nutzer der App von Teststellen teils abgewiesen worden sein.

Bei weiter steigenden Zahlen stellt sich auch die Frage nach den Testkapazitäten. Die sind laut ALM regional schon erreicht. Die Labore betonten heute zwar, dass die Kapazi­tät von deutlich mehr als zwei Millionen PCR-Tests pro Woche aufrecht gehalten werde. Allerdings steht die Aus­lastung von rund 75 Prozent in der vergangenen Woche eine Auslastung von rund 55 Prozent in der Vorwoche gegenüber.

„Wir dürfen bei diesen großen Unterschieden und der Auslastung der medizinischen Labore im Bundes­durchschnitt von rund 75 Prozent nicht aus den Augen verlieren, dass regional bereits Kapazitätsgrenzen erreicht wurden“, sagte ALM-Vorstand Evangelos Kotsopoulos.

So stelle der extrem rapide Anstieg der Infektionszahlen in Süddeutschland zusammen mit dem Ende der Herbstferien unter anderem in Bayern die Labore vor besondere Herausforderungen. „Durch das gleich­zeitige Wiederanlaufen der flächendeckenden PCR-Pooltestung stiegen hier die Testzahlen beson­ders stark an“, sagte er. © may/aerzteblatt.de

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