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Ruf nach Höherbewertung nicht ärztlicher Gesundheits- und Therapieleistungen

Mittwoch, 17. November 2021

/photowahn, stock.adobe.com

Frechen – Die Arbeit der nicht ärztlichen Gesundheits- und Therapieberufe wie Physio- oder Logothera­pie sind nach Ansicht von verschiedenen Berufsverbänden bei der ökonomischen Bewertung von Kran­ken­hausleistungen in den diagnosebezogenen Fall­pauschalen (DRG) unterbe­wertet.

„Damit tragen unsere Leistungen, die für den Behandlungserfolg sehr wichtig sind, zum wirt­schaft­lichen Erfolg der Kliniken in der Regel nicht oder nur kaum bei“, sagte Heidemarie Büchner vom Deutschen Bundesver­band für Logopädie (DBL). Die Folge sei, dass spezialisierten Leistungen für viele Patienten nicht vorgesehen seien.

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Hinzu komme, dass der finanzielle Druck, den die pauschale Vergütung auf die Kliniken ausübe, sowie die zunehmende Gewinnorientierung der Krankenhausbetreiber teilweise zu einer Auslagerung nicht ärztli­cher Gesundheitsleistungen führten, kritisierte sie.

Zusammen mit fünf anderen Verbänden fordert der Logopädieverband in einem Positionspapier grundle­gende Reformen: So sollte das Krankenhausfinanzierungssystems unter Beteiligung aller Berufsgruppen umgestaltet werden, um eine leitliniengerechte und evidenzbasierte Versorgung zu ermöglichen.

Wichtig seien zudem sachgerechte und nachvollziehbare Instrumente der Personalbemessung für alle beteiligten Berufsgruppen. In die Bestimmung dieser Grenzen sollten die Expertisen der Berufsgruppen einfließen, so die Forderung.

Die Verbände geben in dem Papier verschiedene Beispiele für unzureichend vergütete Leistungen: Zum Beispiel erfasse das Fallpauschalensystem die Komplexität von Leistungen bei der Geburtsvorbereitung nur unzureichend.

„Vor allem die Betreuungsleistungen, die viel Zeit, aber keine Intervention erfordern, werden nicht ausrei­chend vergütet. Eine Fallpauschale kann die Vorhaltekosten der Geburtshilfe, die für eine durchgängige Betreuung von Mutter und Kind entstehen, nicht abdecken“, heißt es in dem Papier.

Hinter dem Positionspapier stehen der Berufsverband Orthoptik Deutschland (BOD), der Deutsche Bundesverband für Logopädie, der Deutsche Hebammenverband, der Deutsche Verband Ergotherapie (DVE), der Deutsche Verband für Physiotherapie sowie der Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband (vdd). © hil/aerzteblatt.de

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