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Vermischtes

Bündnis „Psychische Gesundheit in der Bundeswehr“ gegründet

Mittwoch, 17. November 2021

/Photographee.eu, stock.adobe.com

Leipzig/Koblenz – Die Bundeswehr und die Stiftung Deutsche Depressionshilfe wollen die Versorgung von psychischen und insbesondere depressiven Erkrankungen beim Militär verbessern. Sie haben dazu ein gemeinsames Bündnis „Psychische Gesundheit in der Bundeswehr“ ins Leben gerufen.

„Da Soldatinnen und Soldaten genauso wie die Bevölkerung in Deutschland von depressiven Erkran­kungen betroffen sein können, wollen wir auch auf dieses Krankheitsbild unseren Fokus legen“, sagte Generaloberstabsarzt Ulrich Baumgärtner, Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

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Das neue Bündnis soll innerhalb der Bundeswehr über Depression aufklären, Vorurteile abbauen und Betroffene schneller in Behandlung bringen.

„Organisationen und Unternehmen können viel dazu beitragen, dass depressiv erkrankte Mitarbeiter rascher in eine professionelle Behandlung kommen und neben großem Leid auch Kosten vermieden werden“, betonte Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Inhaber der Senckenberg-Professur an der Universität Frankfurt/Main.

Im Rahmen der Initiative soll medizinisches und psychologisches Fachpersonal der Bundeswehr in Schulungen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ihr Wissen zu depressiven Erkrankungen vertiefen.

Außerdem werden weitere wichtige Berufsgruppen wie das Führungspersonal an den Standorten, Perso­nalverantwortliche der Kompanien, Verbände und Kommandobehörden, Angehörige regionaler sozialer Dienste der Bundeswehr sowie Seelsorger zum Thema „Depression und Suizidalität“ fortgebildet.

Ein Online-Programm „iFightDepression“ der Stiftung Deutsche Depressionshilfe soll Betroffene zudem beim eigenständigen Umgang mit den Symptomen einer Depression unterstützen und gibt praktische Hinweise für den Alltag. Außerdem soll eine Aufklärungskampagne den Wissensstand der Soldatinnen und Soldaten zu Depressionen verbessern.

Aktionstage mit diesen Elementen finden an zunächst an den Bundeswehrstandorten Leipzig, Berlin, Stadtallendorf, Rotenburg/Wümme, Bonn, Münster, Rostock und München statt.

Das gemeinsame Projekt läuft drei Jahre. Bestandteil ist eine wissenschaftliche Evaluation der im Schwerpunkt im Jahr 2022 durchgeführten Interventionen durch das Forschungszentrum Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. © hil/aerzteblatt.de

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