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Ärzteschaft

Spahn und Gassen appellieren an Flexibilität der Ärzte bei Coronaimpfungen

Dienstag, 16. November 2021

/picture alliance, Marcus Brandt

Berlin – Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sollten die Zugangsvoraussetzungen für die Auffrischimpfungen ge­gen SARS-CoV-2 nicht allzu streng auslegen. Mit diesem Appell haben sich heute der geschäftsfüh­rende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen an die Vertragsärzte gewandt.

„Bei den Auffrischimpfungen möchten wir Sie, auch zur Vereinfachung der Abläufe, bitten, flexibel vorzu­gehen“, schreiben Spahn und Gassen. Der gemäß Zulassung vorgesehene Abstand von sechs Monaten zur vollständigen Immunisierung bei Personen ab 18 Jahren sei „als zeitliche Richtschnur zu verstehen, der natürlich nicht tagesgenau einzuhalten“ sei.

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Beide weisen in dem Schreiben darauf hin, dass Ärztinnen und Ärzte alle Patienten ab 18 Jahren zeitnah und auch vor Ablauf der sechs Monate im eigenen Ermessen impfen könnten. Das gelte auch dann, wenn diese nicht zu den Risikogruppen gemäß der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) wie ältere Menschen, Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches und pflegerisches Personal gehörten.

„Die jeweilige Impfentscheidung ist von der Zulassung gedeckt, haftungsrechtlich abgesichert und der entsprechende Anspruch in der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes begründet“, heißt es darin wei­ter. Das Bundesministerium habe dafür Sorge getragen, dass „ausreichend Impfstoff zur Verfügung“ steht, um allen ein Impfangebot machen zu können, die sich eine Auffrischimpfung entsprechend dieser Leit­linie wünschen.

In dem Brief weisen KBV und Spahn auch noch einmal auf die höhere Vergütung für die Ärzte hin, die seit heute gilt. Auch die auf eine Woche verkürzte Bestellfrist wird erwähnt.

Mit der Änderung der Impf­ver­ordnung erhalten Ärzte von heute an zusätzlich zu der bislang geltenden Vergütung acht Euro für jede Impfung, also insgesamt 28 Euro. An Wochenenden und Feiertagen erfolgt ein weiterer Zuschlag von noch einmal acht Euro auf dann insgesamt 36 Euro pro Impfung.

Spahn und Gassen appellieren, sich in die Impfkampagne einzubringen. „Lassen Sie uns ge­meinsam die Impfbarriere gegen das Virus verstärken“, betonen sie. Helfen Sie dabei, die „Bürgerinnen und Bürger möglichst sicher durch diesen zweiten Pandemiewinter zu bringen“. © may/EB/aerzteblatt.de

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