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Verfälschte Blutproben: Klinik lädt 1.700 Kinder zur Nachuntersuchung

Mittwoch, 17. November 2021

/Adam Ján Figel, stock.adobe.com

Halle – Nach dem Fund manipulierter Blutproben von Neugeborenen in einer Klinik in Halle hat das Krankenhaus 1.700 Kinder zur Nachuntersuchung geladen. Das Nachscreening laufe bereits seit Anfang der Woche, sagte ein Kliniksprecher heute.

Bis Ende Februar 2022 wolle man die Nachuntersuchungen durchgeführt haben. Die 1.700 Kinder seien laut Klinik alle, bei denen eine Manipulation der Probe in Frage komme.

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Bei einer Laboruntersuchung am 5. Oktober war festgestellt worden, dass es sich bei drei der einge­reich­ten Proben aus der Geburts- und der Kindermedizin im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara nicht um das Blut von Säuglingen, sondern von Erwachsenen handelte. Das Neugeborenen­screening dient den Angaben zufolge der Früherkennung etwa von angeborenen Stoffwechseldefekten.

Die Nachuntersuchung solle nun Klarheit bringen, ob möglicherweise solche Defekte durch die Manipu­lationen nicht entdeckt worden sind. Zunächst war von rund 800 möglicherweise gefälschten Blutproben die Rede. Die Klinik habe jedoch nun nach eigener Aussage das Sicherheitsnetz ausgeweitet.

Gegen eine mittlerweile nicht mehr im Dienst des Krankenhaus befindliche Pflegerin wird wegen des Vor­wurfs der gefährlichen Körperverletzung und der Misshandlung von Schutzbefohlenen ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft zuletzt mit. Sie wird verdächtigt, möglicherweise über mehrere Jahre hinweg Blut­proben von Neugeborenen manipuliert zu haben. Das Motiv der Frau ist weiter unklar. © dpa/aerzteblatt.de

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