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Ärzteschaft

Neue Praxisinformation zur posttraumatischen Belastungsstörung

Freitag, 19. November 2021

/Kwest, stock.adobe.com

Berlin – Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat eine neue Kurzinformation zur post­traumatischen Belastungsstörung (PTBS) für Praxen und Kliniken vorgestellt. Die Autoren erläutern darin die Ursachen und typische Anzeichen der PTBS.

„Etwa zwei bis drei von 100 Menschen sind in Deutschland jedes Jahr von einer PTBS betroffen. Anzei­chen können direkt nach dem belastenden Ereignis, aber auch erst Wochen oder Monate danach auftre­ten. Die Beschwerden können lange andauern“, heißt es in der Information.

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Außerdem erfahren Interessierte, welche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten Fachleute aufgrund aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse bei einer PTBS empfehlen.

„Psychopharmaka können bei seelischen Erkrankungen in Frage kommen. Bei einer PTBS sollen sie je­doch nicht als Erstbehand­lung eingesetzt werden. Fachleute raten auch von einer alleinigen Behandlung mit Medikamenten bei einer PTBS ab, denn sie sind bei einer PTBS weniger wirksam als eine Psychothe­rapie“, informieren die Autoren.

Bei einer PTBS sei eine traumafokussierte Psychotherapie am wirksamsten. „Sie lindert im Vergleich zu anderen Psychotherapie-Verfahren und zu Medikamenten die Beschwerden am besten. Dafür gibt es Belege aus aussagekräftigen Studien. Sie soll daher allen PTBS-Erkrankten angeboten werden“, heißt es in der Information.

Das ÄZQ entwickelt die Kurzinformationen im Auftrag der Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK). Praxen und Kliniken können die Kurzinformation kostenlos ausdrucken und auslegen sowie an Betroffene oder Interessierte weitergeben. © hil/aerzteblatt.de

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