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Ausland

Frankreich meldet „blitzschnellen“ Anstieg bei Neuinfektionen

Montag, 22. November 2021

/picture alliance, PHOTOPQR, LE PARISIEN, MAXPPP, Delphine Goldsztejn

Paris – Auch in Frankreich schnellen die Coronainfektionszahlen derzeit wieder in die Höhe. „Die fünfte Welle ist blitzschnell gestartet", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal gestern bei einer Pressekonfe­renz. Im Sieben-Tages-Schnitt lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen am Samstag bei 17.153. Eine Woche zuvor war dieser Wert nur gut halb so hoch gewesen. Trotz „beunruhigender“ Entwicklungen gebe es aber auch „zuversichtlich“ Stimmendes, sagte Attal.

Im Vergleich zu den vorangegangen Wochen ist der Anstieg bei der Zahl der Neuinfektionen dramatisch. Bislang hatte es drei Wochen gedauert, bis sich der Sieben-Tages-Schnitt der täglichen Neuinfektionen verdoppelte. Trotz der hohen Infektionszahlen ist die Lage in den französischen Krankenhäusern nach Behördenangaben vergleichsweise ruhig.

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Vorgestern wurden nach Angaben der französischen Krankenhäuser 7.974 Coronapatienten in Kliniken behandelt. 1.333 von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen. Im Oktober hatten 6.500 Coronapa­tienten in Kliniken gelegen, von denen tausend eine Intensivbehandlung benötigten.

„Wir beobachten einen sehr starken Anstieg bei den Infektionen, aber wir wissen auch, dass wir in Frank­reich eine hohe Impfrate haben und unseren Nachbarn bei den Auffrischungsimpfungen voraus zu sein scheinen“, betonte Attal.

Auch die Einführung des Gesundheitspasses im Juli habe dazu geführt, dass die Coronalage unter Kon­trolle sei. Seit Juli müssen die Franzosen beim Besuch von Restaurants, Cafés und vielen anderen Ein­richtungen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind oder negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Die Regierung in Paris halte an ihrer Entscheidung fest, „den Ungeimpften anstatt den Geimpften Beschränkungen“ zur Eindämmung der Pandemie aufzuerlegen, betonte Attal weiter.

In Frankreich sind fast 75 Prozent der Menschen vollständig gegen COVID-19 geimpft. derzeit läuft die Boosterimpfkampagne für über 65-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen. Ab dem 1. Dezember können auch die 50- bis 64-Jährigen ihre Auffrischungsimpfung erhalten. © afp/aerzteblatt.de

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