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Ausland

Britische Regierung lehnt allgemeine Impfpflicht ab

Montag, 22. November 2021

/dpa, Ronny Hartmann

London – Großbritannien lehnt eine allgemeine Coronaimpfpflicht wie in Österreich ab. Sich impfen zu lassen, sei eine persönliche Entscheidung, sagte Gesundheitsminister Sajid Javid gestern der BBC.

„Falls Leute etwas zurückhaltend sind, sollten wir mit ihnen zusammenarbeiten und sie ermutigen“, sagte Javid. „Es liegt an Österreich und anderen Ländern zu entscheiden, was sie tun müssen. Wir haben das Glück, dass es in diesem Land viel weniger Menschen gibt, die bei Impfungen zögern, als andern­orts.“

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Seit Mitte November muss das Personal in britischen Pflegeheimen vollständig geimpft sein, für Früh­ling hat die Regierung zudem eine Impfpflicht für Beschäftigte des englischen Gesundheitsdiensts NHS ange­kündigt.

Ungeimpfte dürfen dann keinen Kontakt mit Patienten mehr haben, daher droht vielen Menschen die Ent­lassung. „Was eine Impfpflicht für die allgemeine Bevölkerung angeht, so glaube ich nicht, dass wir das jemals in Betracht ziehen würden“, sagte Javid.

In England gelten bereits seit Mitte Juli keine Coronaregeln mehr. Es sollen derzeit auch keine Beschrän­kungen wieder eingeführt werden, wie der Gesundheitsminister dem Sender Sky News sagte. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt seit Wochen bei mehr als 40.000, nimmt aber längst nicht so stark zu wie in Deutschland.

Ein deutlicher Anstieg der Infektionen in Großbritannien sei unwahrscheinlich, sagte einer der Entwickler des Astrazeneca-Impfstoffs, Andrew Pollard, der BBC. Weil sich bereits so viele Menschen mit Corona infi­ziert hätten, sei die Immunität in der Bevölkerung recht hoch. Hinzu komme die hohe Anzahl Impfungen. Bisher sind 80 Prozent der über 12-Jährigen vollständig geimpft.

„Das Virus wird noch Jahrzehnte bei uns bleiben“, sagte Pollard. Die Impfstoffe würden helfen, die Aus­brei­tung zu bremsen. Dennoch bleibe das Virus ein „großes globales Problem der öffentlichen Gesund­heit“. © dpa/aerzteblatt.de

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