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Drosten verweist auf begrenzte Aussagekraft von Antigenschnelltests

Montag, 22. November 2021

/picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Der Virologe Christian Drosten hat auf eine begrenzte Aussagekraft von Antigenschnelltests zum Erkennen einer Coronavirusinfektion hingewiesen. „Vor Symptombeginn sind Schnelltests einfach nicht empfindlich genug. Daher meine Zweifel an 3G“, schrieb er vorgestern auf Twitter mit Bezug auf Regeln, die Geimpften, Genesenen und Getesteten Zugang zu Einrichtungen oder Veranstaltungen gewähren.

Hinsichtlich des Einsatzes solcher Schnelltests bei Geimpften sagte er der Bild: „Es sieht nach meiner vorläufigen Einschätzung so aus, als ob Infektionen bei Geimpften gerade in den ersten Tagen der Infek­tion nicht so gut durch den Antigenschnelltest nachzuweisen sind. Leider ist die Studienlage dazu aber noch nicht ausreichend.“

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Vor dem Hintergrund hoher Zahlen an Coronaneuinfektionen hatte der Bundesrat am vergangenen Freitag für das um­strittene, von SPD, Grünen und FDP vorgelegte Infektionsschutzgesetz gestimmt. Das bedeutet 3G am Ar­beitsplatz, in Bussen und Zügen.

Zudem dürfen Geimpfte und Genesene nach den Beschlüssen des Bun­des mit den Ländern unter be­stimmten Umständen, die sich an der Belastung der Kliniken orientieren, nur mit einem negativen Testergebnis in bestimmte Veranstaltungen oder Einrichtungen (2G plus).

Der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte, Andreas Bobrowski, sagte, gerade bei asymptomatischen Patienten sei der PCR-Test dem Antigenschnelltest deutlich überlegen. „Hier stellt die deutlich geringere Sensitivität eines Antigenschnelltestes ein Problem dar.“

Der Virologe an der Universität Hamburg, Jonas Schmidt-Chanasit, sagte: „In kritischen Bereichen wie Altenheimen oder Kliniken sollte man daher auf zuverlässigere PCR-Pooltests setzen.“ Dabei werden Proben mehrerer Personen gleichzeitig geprüft und nur bei einem positiven Ergebnis noch einmal einzeln untersucht. © dpa/aerzteblatt.de

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