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Zahl der Neuinfektionen kennt nur eine Richtung

Montag, 22. November 2021

/picture alliance, ROBIN UTRECHT

Berlin – Die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 kennt nur noch eine einzige Richtung. Nach oben. Die Werte klettern immer weiter. Heute stieg die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erneut auf einen Höchst­stand. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche heute Morgen mit 386,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 372,7 gelegen, vor einer Woche bei 303,0 (Vormonat: 95,1).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 30.643 Coronaneuinfek­tionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.08 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 23.607 Ansteckungen gewesen.

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Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 62 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 43 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.385.585 nach­gewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Coronapatienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI heute mit 5,34 an (gestern: 5,0). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.649.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 99.124.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche hatte schon am Wochenende neue Höchststände erreicht. Gestern lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI bei 372,7 (Vorwoche 289, Vormonat 85,6). Insgesamt wurden 106.651 Neuansteckungen (Vorgestern: 63.924, gestern: 42.727) und 323 Todes­fälle gemeldet (Vorwochenende: 78.579 Infektionen, 283 Todesfälle).

Der Präsident des RKI, Lothar Wieler, rief am Wochenende zu flächendeckenden Kontaktbeschränkungen auf und warnte vor der nächsten Coronawelle, falls Gegenmaßnahmen nicht schneller umgesetzt wer­den. Die Grünen forderten umfassende Vorbereitungen für Patientenverlegungen in andere Kranken­häuser. „Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen“, sagte Wieler.

„Der weitere Verlauf des Winters hängt stark davon ab, was jetzt geschieht.“ Um die aktuelle Situation zu entschärfen, müssten nach Wielers Ansicht „flächendeckend“ die Kontakte in Deutschland eingeschränkt werden. „In den Bundesländern, in denen die Zahlen jetzt noch niedrig sind, haben wir mit Kontaktbe­schränkungen die Chance, die Zahlen auch niedrig zu halten. Dort, wo die Zahlen hoch sind, ist es eigent­lich sehr spät, wenn nicht zu spät.“

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen forderte umfassende Vorbereitungen für Patienten­verle­gungen in andere Kliniken. Dies sei „ein koordinativer Kraftakt“, der frühzeitig und zentral gesteuert werden sollte, sagte der Bundestagsabgeordnete. „Es ist durchaus realistisch, dass Hunderte Patienten in Kürze verlegt werden müssen.“

© dpa/may/aerzteblatt.de

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