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Ärzteschaft

BÄK, ärztliche Verbände und STIKO mit eindringlichem Coronaimpfappell

Montag, 22. November 2021

/Klaus Eppele, stock.adobe.com

Berlin – Einen dringenden Coronaimpfappell veröffentlichten heute Bundesärztekammer, Hartmannbund, Hausärzteverband, NAV-Virchow-Bund, Spitzenverband Fachärzte Deutschland (SpiFa) und der Vorsitzen­de der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens.

Die Entwicklung der Infektionszahlen sei „hochdramatisch“, so heißt es in der gemeinsamen Stellung­nahme. Immer mehr Menschen würden sich mit dem Coronavirus infizieren – viele Krankenhäuser befän­den sich schon jetzt jenseits der Belastungsgrenze. Daher rufe man alle Ungeimpften dringend auf sich impfen zu lassen.

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So schütze man nicht nur sich selbst vor einer COVID-19-Erkrankung, sondern auch die Mitmenschen. Nur mit einer hohen Impfquote könne man die pandemische Situation in Deutschland beherrschen.

An alle bereits zweifach Geimpften appelliere man, so heißt es weiter, jetzt mit einer Auffrischungs­impfung für einen optimalen Impfschutz zu sorgen. Die STIKO empfehle die Boosterimpfung für alle Menschen ab 18 Jahren, insbesondere und dringlichst für ältere Menschen, für Heimbewohner, Gesund­heits- und Pflegepersonal sowie Menschen mit Vorerkrankungen und Immundefizienz.

Die Auffrischimpfung soll in der Regel sechs Monate nach der Grundimmunisierung verabreicht werden. Für Personen unter 30 Jahren wird der Einsatz des Impfstoffs von Biontech empfohlen. Für alle Menschen über 30 sind laut geltenden Empfehlungen beide derzeit verfügbaren mRNA-Impfstoffe gleichermaßen sehr gut geeignet.

Die Kommunikation sei das größte Problem in der Coronapandemie, mahnen die Akteure in der Erklä­rung. Die überraschende Kontingentierung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) für den Impfstoff von Biontech auf 30 Dosen pro Woche stelle die Arztpraxen vor einen kaum leistbaren organisatorischen Mehraufwand. Statt wie bisher in Sechsergruppen müssten Patientinnen und Patienten jetzt in Zwanzi­ger­gruppen einbestellt und terminlich koordiniert werden.

Hinzu komme der zusätzliche Beratungsbedarf – vor allem aufgrund des Wechsels zu einem anderen Impfstoff. Um die Impfkampagne nicht zu bremsen, wäre es ratsam, den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten eine größere Menge des Impfstoffs von Biontech zur Verfügung zu stellen und Impfzentren und mobile Impfteams bevorzugt mit dem Impfstoff von Moderna zu beliefern, so der Vorschlag.

Im Übrigen rufe man alle Verantwortlichen erneut dazu auf, die Bevölkerung weiter „schnell, zuverlässig und verständlich“ über das Pandemiegeschehen zu informieren. Es bedürfe breit angelegter Informa­tions­kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie der Krankenkassen zu der Notwendigkeit von Impfungen, zur Wirksamkeit und Sicherheit der zugelassenen Impfstoffe und zu bestehenden Impfangeboten.

Laienverständliche, mehrsprachige Informationen über Auffrischungsimpfungen in Hörfunk- und TV-Spots, in Social-Media Postings sowie in individuellen Versichertenanschreiben der Krankenkassen könnten Wissenslücken in der Bevölkerung schließen und gezielt verbreitete Fake News richtigstellen. © EB/aha/aerzteblatt.de

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