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Ausland

Frankreichs Premier Castex positiv auf Coronavirus getestet

Dienstag, 23. November 2021

Frankreichs Premierminister Jean Castex./dpa, BELGA, Eric Lalmand

Paris – Frankreichs Premierminister Jean Castex hat sich nach einem positiven Coronatest in Quarantäne begeben. Die Agenda des Premiers werde so angepasst, dass er seine Aktivitäten während seiner zehn­tä­gigen Isolation fortsetzen könne, teilte sein Büro gestern Abend mit.

Castex hatte am Vormittag seinen belgischen Amtskollegen Alexander De Croo in Brüssel getroffen. Die­ser begab sich ebenfalls in Selbstisolation. Der 56-jährige Premierminister erfuhr laut seinem Büro nach seiner Rückkehr aus Brüssel gestern Nachmittag, dass ein Coronatest bei seiner elfjährigen Tochter posi­tiv ausgefallen war. Er habe daraufhin „sofort einen PCR-Test gemacht, der positiv ausfiel“.

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Den Besuch in Brüssel am Vormittag hatte Castex gemeinsam mit mehreren französischen Regierungs­mitgliedern absolviert, darunter Innenminister Gérald Darmanin und Europa-Staatssekretär Clément Beaune. Belgiens Regierungschef De Croo begab sich angesichts seines Kontakts mit Castex in Quaran­täne, wie die Regierung in Brüssel mitteilte. Heute Morgen werde De Croo einen PCR-Test machen.

Vier weitere belgische Regierungsmitglieder, die ebenfalls an dem Treffen mit Castex teilgenommen hatten, würden sich bis zum Vorliegen eines PCR-Testergebnisses ebenfalls isolieren, hieß es weiter. Unter ihnen seien die Ministerinnen für Äußeres sowie Verteidigung, Sophie Wilmès und Ludivine Dedonder. Es ist das erste Mal seit Beginn der Pandemie, dass ein Coronatest bei Castex positiv ausfiel. Der Premierminister hatte im Frühling seine zweite Coronaimpfdosis erhalten.

In Frankreich waren in der Vergangenheit schon mehrere ranghohe Politiker positiv auf das Coronavirus getestet worden, darunter im Dezember 2020 Präsident Emmanuel Macron. Damals musste sich eben­falls Belgiens Regierungschef De Croo in Quarantäne begeben, der Macron kurz zuvor getroffen hatte. Auch Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire und Kulturministerin Roselyne Bachelot waren schon mit dem Coronavirus infiziert.

Wie in vielen anderen europäischen Staaten steigt auch in Frankreich die Zahl der Coronainfektionen derzeit stark an. „Die fünfte Welle ist blitzschnell gestartet“, sagte am Wochenende Regierungssprecher Gabriel Attal.

Trotz der hohen Infektionszahlen ist die Lage in den französischen Krankenhäusern nach Behördenanga­ben aber stabil. In dem Land sind fast 75 Prozent der Menschen vollständig gegen COVID-19 geimpft. Derzeit läuft die Boosterimpfkampagne für über 65-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen. Ab dem 1. Dezember können auch die 50- bis 64-Jährigen ihre Auffrischungsimpfung erhalten. © afp/aerzteblatt.de

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