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Medizin

Klinisch signifikanter Katarakt geht mit erhöhtem Risiko für vaskulären Tod einher

Donnerstag, 6. Januar 2022

/picture alliance, imageBROKER, Heiner Heine

Melbourne – Patienten mit einem klinisch signifikanten Grauen Star haben ein erhöhtes Risiko, an Schlaganfall, Herzinfarkt und anderen vaskulären Erkrankungen zu sterben. Das berichtet ein Wissen­schaftlerteam der Universitäten in Guangzhou, Oxford und anderer Zentren im British Journal of Ophthalmology (DOI: 10.1136/bjophthalmol-2021-319678).

Die Autoren griffen auf Daten von 14.918 Personen im Alter von 40 Jahren oder älter zurück, die an den Erhebungen von 1999 bis 2008 der National Health and Nutrition Examination Survey in den Vereinig­ten Staaten teilgenommen hatten. Darunter waren 2.009 Personen (9,61 %), die sich einer Kata­rakt­operation unterzogen hatten.

Die Forscher erfassten die Todesfälle in der Studienpopulation über einen mittleren Nachbeobachtungs­zeitraum von 10,8 Jahren verfolgt, in dem 3.966 (19,1 %) der Teilnehmer starben. Die Wahrschein­lichkeit, an allen Ursachen zu sterben, war bei Personen, die sich nach eigenen Angaben einer Katarakt­operation unterzogen hatten, höher, ebenso wie die Wahrscheinlichkeit, an bestimmten spezifischen Ursachen zu sterben, darunter Gefäßerkrankungen, Krebs, Unfälle, Alzheimer, Atemwegserkrankungen und Nierenerkrankungen.

Nach Berücksichtigung einer Reihe von sozioökonomischen und gesundheitlichen Faktoren blieb laut der Arbeitsgruppe nur der Zusammenhang zwischen der selbst angegebenen Kataraktoperation und der gefäßbedingten Sterblichkeit signifikant: Das Risiko, an einer beliebigen Ursache zu sterben, war bei Personen, die eine Kataraktoperation angaben, um 13 % höher als bei Teilnehmern, die sich keiner Operation unterzogen hatten. Das Risiko, an vaskulären Ursachen zu sterben, war um 36 % höher.

Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, deckt sie die Ursache für den Zusammenhang nicht auf. Die Autorengruppe weist außerdem daraufhin, dass sie eine selbstberichtete Kataraktoperation als Maß für einen klinisch signifikanten Katarakt verwendet hat. Das könnte aber bedeuten, dass einige Katarakt­fälle nicht erfasst wurden. © hil/aerzteblatt.de

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