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Vermischtes

Theologe arbeitete als Coronaimpfarzt

Dienstag, 23. November 2021

Traunstein – Ein Theologe aus dem Landkreis München soll sich als Arzt ausgegeben und so mehr als 1.400 Coronaimpfungen selbst vorgenommen oder angeordnet haben.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein klagte den 50-Jährigen deshalb nun wegen gefährlicher Körperverlet­zung, vorsätzlicher Körperverlet­zung, Verstößen gegen das Heilpraktikergesetz, Urkundenfälschung, ge­werbs­mäßigen Betrugs sowie Missbrauchs von Titeln und Berufsbezeichnungen an, wie die Ermittlungs­behörde heute mitteilte.

Hinweise auf gesundheitliche Komplikationen wegen der fehlenden Qualifikation hätten sich aber nicht ergeben. Der Mann soll in Impfzentren in der Stadt Rosenheim und im Landkreis Dachau geimpft haben.

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Er soll sich dort Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres mit einer gefälschten Approbationsurkunde be­wor­ben sowie im Anschluss in Impfzentren in Rosenheim und Karlsfeld tätig gewesen sein. In Rosen­heim absolvierte er dabei auch mobile Impfeinsätze in Alten- und Pflegeheimen.

Insgesamt habe der Mann 306 Coronaimpfungen selbst vorgenommen. Weitere 1.144 Impfungen seien auf seine Anordnung hin durch medizinisches Fachpersonal verabreicht worden.

Der Theologe schwieg bislang gegenüber Staatsanwaltschaft und Polizei zu den Vorwürfen. Gegenüber einer Sachverständigen räumte er aber die Fälschung der Urkunde ein, wie die Ermittler erklärten. © afp/aerzteblatt.de

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