NewsÄrzteschaftÄrztekammer Sachsen warnt erneut vor Überlastung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Ärztekammer Sachsen warnt erneut vor Überlastung

Dienstag, 23. November 2021

/dpa, Bodo Schackow

Dresden – Der Präsident der Landesärztekammer Sachsen, Erik Bodendieck, hat erneut vor einer Über­last­ung der Kliniken im Freistaat gewarnt. Wenn sich an den Infektionszahlen nichts ändere, könne es schon Ende der Woche oder am Anfang der kommenden Woche so weit sein, sagt Bodendieck heute.

Schon jetzt suchten Mediziner in Sachsen zwei Stunden, um einen Platz auch für Schlaganfall- oder Herz­­infarkt-Patienten zu finden. Gestern hatte Bodendieck in mehreren Interviews gesagt, dass sich Sachsen auf eine Triage vorbereiten müsse.

Anzeige

Wenn es keine Plätze auf den sächsischen Intensivstationen mehr gebe, müsse man schau­en, wohin man abverlegen könne, sagte Bodendieck. In den benachbarten Bundesländern wie Thüringen sehe die Lage jedoch auch nicht gut aus.

Auch im Fall einer Überlastung der Krankenhäuser werde natürlich jeder Patient behandelt. „Die Frage ist nur, was möglich ist. Wenn zwei beatmungspflichtige Patienten um einen Beatmungsplatz konkurrie­ren, dann muss danach entschieden werden, welcher Patient die bessere Behandlungschance hat. Dem würde der Behandlungsplatz zugewiesen werden.“ Es werde im Einzelfall entschieden und abgewägt.

„Auch Ungeimpfte werden behandelt, keine Frage. Aber wenn es zur Abwägung kommt, hat der womög­lich schlechtere Chancen.“

Um eine solche Situation zu vermeiden, brauche es jetzt eine deutliche Kontaktreduzierung. „Ich bin Op­ti­mist und sage: Jetzt reißt euch alle am Riemen.“ Jeder solle Abstand zu anderen halten und FFP2-Masken tragen. Auch Geimpfte sollten sich täglich testen. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER