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Medizin

Empfehlungen zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19

Dienstag, 23. November 2021

/picture alliance, Robert Michael

Köln – Die Sterblichkeit von Patienten mit COVID-19, die stationär aufgenommen werden müssen, ist nach wie vor hoch. Um die Qualität der Versorgung zu verbessern, ist die Implementierung evidenz­basier­ter Therapien wichtig. Dazu wurde bereits im März 2020 eine klinische Leitlinie zur intensivmedi­zini­schen Behandlung von Patienten mit COVID-19 verfasst. Diese Leitlinie wurde als „living guideline“ inzwischen mehrfach aktualisiert und um den gesamtstationären Bereich erweitert.

Im Deutschen Ärzteblatt stellen Stefan Kluge und Co-Autoren die Kurzfassung der aktuellen Version vor und gehen insbesondere auf die therapeutischen Empfehlungen und Neuerungen ein (DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0374).

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Während bei nicht-intensivpflichtigen Patienten und erhöhtem thromboembolischem Risiko eine thera­peutische Antikoagulation erwogen werden kann, so die Autoren, hat eine therapeutische Antikoagula­tion bei Intensivpatienten keinen positiven Effekt. Bei hypoxämischer respiratorischer Insuffizienz wer­den eine Bauchlagerung und ein frühzeitiger Therapieversuch mit „continuous positive airway pressure“(CPAP)/nichtinvasiver Beatmung oder High-Flow-Sauerstofftherapie empfohlen.

IgG-seronegative Patienten ohne oder mit Low-Flow-Sauerstoffbedarf sollten mit SARS-CoV-2-spezifi­schen monoklonalen Antikörpern (derzeit Casirivimab und Imdevimab) behandelt werden.

Januskinase(JAK)-Inhibitoren sollten zusätzlich bei Patienten ohne oder mit Low-Flow-Sauerstoffbedarf eingesetzt werden. Alle Patienten, die mit Low-Flow-Sauerstoff, High-Flow-Sauerstoff, CPAP/nichtinvasiv oder invasiv beatmet werden, sollen systemische Kortikosteroide erhalten. Tocilizumab sollte bei Patien­ten mit hohem Sauerstoffbedarf und progredient schwerer Erkrankung zur COVID-19-Behandlung, aber nicht in Kombination mit JAK-Inhibitoren verabreicht werden.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die nichtinvasive Beatmung, High-Flow-Sauerstofftherapie, Bauchlagerung und invasive Beatmung wichtige Elemente in der Behandlung von hypoxämischen Pa­tien­ten mit COVID-19 sind. Eine Verringerung der Sterblichkeit sei für die Gabe von monoklonalen Anti­körpern, JAK-Inhibitoren, Kortikosteroiden, Tocilizumab und einer therapeutischen Antikoagulation für spezifische Patientengruppen nachgewiesen worden. © Se/aerzteblatt.de

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