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Jameda wird an Docplanner verkauft

Mittwoch, 24. November 2021

/dpa, Marijan Murat

Berlin – Das Arztbewertungsportal Jameda wird zum 1. Januar 2022 an die Docplanner Gruppe verkauft. Das teilte das Medien- und Techunternehmen Hubert Burda Media jetzt auf seiner Internetseite mit. Burda hatte das 2007 gegründete E-Health-Unternehmen, das von Florian Weiß und Fritz Edelmann geleitet wird, 2015 vollständig übernommen.

Der Gesundheitsbereich sei für Burda ein wachsendes Geschäftsfeld und Jameda habe sich über viele Jahre eine wichtige Position im Markt aufgebaut, sagte Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen. Zunehmend sei aus der Kommunikationsplattform Jameda ein Unternehmen geworden, das seine Zukunft in Softwareprodukten für die Digitalisierung der Arztpraxen sehe.

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Die in Polen gegründete Docplanner Gruppe operiert laut Burda-Mitteilung weltweit mit mehr als 1.800 Mitarbeitern von sieben Standorten aus. Das Unternehmen betreibt die eine Plattform für Gesundheits­dienst­leistungen und ist ein führender Anbieter von SaaS-Lösungen (Software as a Service) für rund zwei Millionen Ärzte und Kliniken.

Fast 70 Millionen Patienten nutzen die Plattform jeden Monat. Docplanner will in den nächsten Jahren eine Viertelmilliarde Euro in den deutschen Markt investieren und das Team von Jameda um rund 200 Mitarbei­ter aufstocken. © EB/aerzteblatt.de

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Dr. Peter Gorenflos
am Donnerstag, 25. November 2021, 16:22

Burda verkauft seine Tochter Jameda, bevor das Boot sinkt

Jameda wurde durch viele Prozesse juristisch in die Defensive getrieben. Zahlreiche unlautere Vorteile für zahlende Kunden musste man zurücknehmen. Aber das zentrale Problem bleibt: Jameda verstößt gegen das Lauterkeitsrecht, denn die vollständige Arztlistung schließt aus, dass man unter den Portalteilnehmern Kunden gegen Entgelt Dienstleistungen anbietet. Die zentrale, unausgesprochene – weil peinliche – Dienstleistung besteht darin, dass man seine Kunden vom Damoklesschwert schlechter, existenzbedrohender Gesamtnoten (=Bewertungsdurchschnitte) befreit. Das lässt sich einfach prüfen und ist technisch einfach realisierbar. Selektiert man die Kollegen im Portal nach den schlechten Noten 4, 5 und 6, so findet man fast nur noch Ärzte ohne Profilfoto: übervorteilte, betrogene Nichtzahler. Der BGH weist diese flächendeckende Ärztekorrumpierung immer öfter, wenn auch nicht radikal genug, zurück. Im aktuellen Urteil vom 12.10.21 z.B. haben es die Richter:innen fahrlässig versäumt, Wolfgang Büschers Artikel „Soziale Medien, Bewertungsplattformen & Co“ zu lesen. Jetzt zieht Burda endlich die Reißleine und verkauft das Boot, bevor es sinkt. Das ist ein gutes Zeichen für die Ärzte- und Zahnärzteschaft, denn es ist der Anfang vom Ende einer Camouflage, die von Partnerschaft mit den Kollegen spricht, die sie in Wirklichkeit über den Tisch zieht. Der Tiefschlaf der Kammern in dieser neuralgischen Sache ist ein weiteres, erklärungsbedürftiges Phänomen!
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