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Ausland

Südafrika kündigt Impfpflicht für bestimmte Bereiche an

Montag, 29. November 2021

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Themba Hadebe

Johannesburg – Nach der Entdeckung der Omikron-Virusvariante sowie einem ungewöhnlich starken Anstieg der Neuinfektionszahlen mit SARS-CoV-2 verschärft Südafrika seine Coronamaßnahmen. Präsi­dent Cyril Rama­phosa stellte gestern Abend in einer TV-Rede unter anderem eine Impfpflicht für be­stimmte Bereiche vor, die aber noch bestimmt würden.

Trotz weiterer Versammlungsrestriktionen zum Jahresende ließ er die bisherige niedrige Alarmstufe zu­nächst bestehen. Er kritisierte die zahlreichen Reiserestriktionen gegen Südafrika als wissenschaftlich unbegründet und rief zur Aufhebung auf.

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Vergangenen Donnerstag hatten südafrikanische Virologen die Entdeckung der neuen Variante be­kannt­gegeben. Sie waren stutzig geworden, weil die landesweite Inzidenz von knapp zwei plötzlich auf neun Prozent in die Höhe geschnellt war. Besonders betroffen ist das Ballungszentrum um die Städte Pretoria und Johannesburg (Gauteng-Provinz), wo rund 80 Prozent aller Neuinfektionen registriert wurden.

Omikron sei dafür verantwortlich, sagte Ramaphosa. Für Anfang Dezember sei eine vierte Infektionswelle zu befürchten. Bisher seien 41 Prozent der 60-Millionen-Nation geimpft – stärkere Anstrengungen beim Impfen seien nun aber dringend notwendig.

Die neue Variante wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass sie die Wirksamkeit der Corona­impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte.

Südafrika ist zahlenmäßig das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Afrika. Bislang wur­den dort knapp drei Millionen Fälle dokumentiert. Rund 90.000 Menschen starben an den Folgen einer Infektion.

Die bisherigen Einschränkungen hatten bereits verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die ver­hängten Reisebeschränkungen vieler Länder treffen Südafrika kurz vor der wichtigen Sommersaison besonders hart. © dpa/aerzteblatt.de

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