NewsPolitikBund stuft acht Länder als Virusvarianten­gebiete ein
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bund stuft acht Länder als Virusvarianten­gebiete ein

Montag, 29. November 2021

/Feydzhet Shabanov, stock.adobe.com

Berlin – Wegen der Verbreitung einer neuen Coronavirusvariante im südlichen Afrika beschränkt die Bundesregierung die Einreise aus insgesamt acht Ländern der Region drastisch. Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho werden seit gestern als Virusvarian­tengebiete eingestuft, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am vergangenen Freitag mitteilte.

Fluggesellschaften dürfen damit im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von dort nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot.
Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht – auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann auch nicht durch negative Tests verkürzt werden.

Anzeige

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) wies auf der RKI-Internetseite darauf hin, dass bereits ab sofort die jeweils zuständigen Gesundheitsämter für Einreisende aus den acht Ländern eine Quarantäne und eine Untersuchung auf eine Coronainfektion anordnen können. Außerdem würden Einreisende aus der Region von der Bundespolizei und anderen zuständigen Behörden „vorsorglich auf ein infektions­eindämmendes Verhalten in Deutschland“ hingewiesen.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Freitagmorgen ange­kündigt, dass Südafrika und gegebenenfalls noch andere Länder schon in der Nacht zu vorgestern zum Virusvariantengebiet würden. Der Zeitpunkt wurde dann nach einer rechtlichen Prüfung aber noch einmal um 24 Stunden nach hinten verschoben – auf gestern, 0.00 Uhr.

Zwischen der Verkündung einer Einstufung als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet und dem Inkrafttreten liegen eigentlich immer mindestens 24 Stunden, damit sich Reisende darauf vorbereiten können.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte die Variante B.1.1.529 als „besorgniserregend“ ein. Exper­ten befürchten, dass die vielen Mutationen der Variante dazu führen, dass sich der Erreger schneller ausbreitet oder die Impfstoffe ihre Schutzwirkung verlieren.

Zahlreiche EU-Länder hatten bereits vor Deutschland Reisebeschränkungen verhängt, darunter Däne­mark, Italien und die Niederlande. Frankreich verkündete ein Landeverbot für Flüge aus dem südlichen Afrika für wenigstens 48 Stunden, Tschechien verbietet seit Samstag Nicht-EU-Bürgern die Einreise aus der Region. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER