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Ganglabor in der Orthopädie des Universitäts­klinikums Leipzig

Montag, 29. November 2021

/dragonstock, stock.adobe.com

Leipzig – Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) hat ein Ganglabor eingerichtet, also einen Raum für 3D-Untersuchungen des Bewegungs­zyklus.

Die Ganganalysen werden zur Diagnostik und zur Dokumentation von Veränderungen des Gehens einge­setzt, um Auswirkungen von Operationen und anderen Therapien zu untersuchen.

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Dabei werden Marker an standardisierten Positionen am Körper platziert, um die Bewegungen der ent­sprechenden Körperteile aufzuzeichnen. Nach mehrmaligem Ablaufen einer Gehstrecke entsteht ein 3D-Computer-Modell des Gangs von Patienten.

„Auf Kraftmessplatten erfassen wir den sogenannten Doppelschritt, das heißt, vom Fersenaufsetzen je­weils eines Beines bis zum wiederholten Aufsetzen der Ferse desselben Beines, mit Standphase und Schwungphase“, erläutert der Leiter des Ganglabores, Klaus Sander.

In der Standphase werde die Bodenreaktionskraft auf den Platten gemessen. Dies ermögliche, Beein­trächtigungen bei den Gelenkbelastungen zu erkennen.

Eine Ganganalyse kommt laut dem UKL für Menschen in Frage, die an Knie oder Hüfte operiert wurden oder die vor einer OP stehen. Doch auch nach einer Prothesenimplantation könne eine Ganganalyse zei­gen, wo und warum die Betroffenen noch Probleme hätten oder weiterhin Schmerzen erlitten.

„Auch Menschen mit Erkrankungen der Wirbelsäule oder neurologische Patienten können von dieser Einrich­tung profitieren“, so Sander. © hil/aerzteblatt.de

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