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Ärzteschaft

Ärzte setzen sich für Coronabonus für MFA ein

Montag, 29. November 2021

/picture alliance, Bildagentur-online, Ohde

Hannover – Mitglieder der Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen setzen sich für mehr Wert­schätzung für den Einsatz und die Arbeit von Medizinischen Fachangestellten (MFA) während der Pandemie ein.

Sie haben daher die Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung aufgerufen, auch für MFA – und andere nicht ärztliche Mitarbeiter in den Praxen – einen steuerfinanzierten Coronabonus zu gewähren.

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„Seit Beginn der COVID-19-Pandemie sind MFA – sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich – erheblichen Mehrbelastungen ausgesetzt“, hieß es aus der Kammer.

Der mit der vierten COVID-19-Infektionswelle aufkommende erneute Versorgungsbedarf sowie die Orga­nisation und Durchführung der Impfkampagne gegen COVID-19 beanspruchten viele Fachkräfte bis an den Rand ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit.

Hinzu komme das erhöhte Risiko der Berufsgruppe, sich selbst mit COVID-19 zu infizieren. Außerdem müssten sie zusätzlich zu der enormen Arbeitsbelastung oft Anfeindungen und Beleidigungen ertragen.

„MFA und Mitarbeiter in den ambulanten Praxen müssen genauso wertgeschätzt werden wie die Pflege­kräfte in Krankenhäusern und Altenheimen. Ohne motivierte MFA wird die ambulante Versorgung der Praxen zusammenbrechen und unser medizini­scher Vorsprung in der Pandemie sehr schnell abschmel­zen“, warnte die Ärztekammer.

Auch der Deutsche Ärztetag und die Kassenärztliche Bundesvereinigung haben mehrfach gefordert, die Arbeit der MFA stärker zu würdigen und auch ihnen einen steuerfinanzierten Coronabonus zu zahlen.

Der SPD-Kanzlerkandidat Olof Scholz hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass Pflegekräfte wegen der besonderen Belastungen in der Coronakrise einen erneuten Bonus bekommen sollen. Die künftigen Ampel-Koalitionspartner hätten sich verständigt, dafür eine Milliarde Euro bereitzustellen. MFA sind nicht erwähnt. © hil/aerzteblatt.de

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