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Ärzteschaft

Zweitstärkste Impfwoche seit Beginn der Impfkampagne

Montag, 29. November 2021

/picture alliance, Sebastian Willnow

Berlin – In den Praxen der niedergelassenen Ärzten wird wieder so intensiv gegen SARS-CoV-2 geimpft wie zu den Spitzenzeiten im Sommer 2021. Das verdeutlicht eine Auswertung des Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Demnach war die 22. Kalenderwoche (22. bis 28. November 2021) mit 3.161.348 Coronaimpfungen die zweitbeste Impfwoche aller Zeiten in den Arztpraxen. Nur die 23. Kalenderwoche (7. bis 13. Juni 2021) lag mit 3.381.058 Schutzimpfungen zahlenmäßig etwas darüber.

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In der zurückliegenden Woche sind laut Zi pro Tag durchschnittlich mehr als 450.000 Patienten in den Arztpraxen geimpft worden. Das ist eine Steigerung um 72 Prozent gegenüber der Vorwoche. Am Mitt­woch und Donnerstag vergangener Woche (24. und 25. November 2021) waren es sogar jeweils mehr als 650.000 Coronaimpfungen.

Ein Schwerpunkt der Impftätigkeit in den Praxen liegt nach Zi-Analyse auf den Boosterim­pfun­gen, die etwa 80 Prozent aller COVID-19-Impfungen ausmachen. Seit Anfang November ist aber auch ein stetiger Anstieg bei den für die Grundimmunisierung so wichtigen Erstimpfungen zu erkennen, erklärt das Zi.

Mit Unterstützung der Impfstellen würden nun im Schnitt 600.000 Impfungen pro Tag verabreicht. Die Praxen übernähmen mit 75 Prozent den Löwenanteil aller Impfungen. Von den 9,25 Millionen Menschen, die in Deutschland geboostert sind, sind 6,65 Millionen Personen in den haus- und fachärztlichen Praxen geimpft worden. Insgesamt hat sich damit das Impftempo bei den Drittimpfungen deutlich beschleunigt, bei den Praxen sogar verdoppelt.

„Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, könnten bis Weihnachten 22 Millionen Menschen eine Coro­na­auffrischungsimpfung erhalten haben“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dominik von Stillfried. Das Gebot der Stunde sei, das der Impfstoffnachschub in die Praxen ungehindert fließen könne.

Gleichzeitig benötigten alle medizinischen und nicht medizinischen Beschäftigten in den Arztpraxen jetzt vor allem Ruhe und Planungssicherheit, damit die Impfquoten weiter ansteigen könnten und die vierte Welle doch noch gebrochen werden könne.

„Angesichts der zuletzt rasant gestiegenen Bestellzahlen ist mit einem weiter dynamischen Aufwärts­trend bei den Impfzahlen zu rechnen“, so von Stillfried. Was die Praxen nicht gebrauchen könnten, seien kurzfristig angekündigte Änderungen der Abläufe. © may/EB/aerzteblatt.de

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