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Politik

STIKO appelliert an Ungeimpfte: Krankenhausrisiko deutlich erhöht

Montag, 29. November 2021

/dpa, Jan Woitas

Berlin – Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre wissenschaftliche Begründung zu Auffrischim­pfun­gen für alle Erwachsenen vorlegt und einen Impfaufruf an Ungeimpfte gerichtet. Die Zahl der COVID-19-Krankenhausaufnahmen sei bei ihnen je nach Alter und Region 5- bis 15­fach höher als bei Geimpften, heißt es im Fazit des heute veröffentlichten Papiers.

Die Zahl der noch nicht geimpften Erwachsenen in Deutschland wird darin mit rund 15 Millionen ange­geben. Dies trage maßgeblich zur vierten Welle und zur hohen Zahl an COVID-19-Patienten in Kranken­häusern bei, schreibt das Gremium.

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Die STIKO hatte vor rund anderthalb Wochen bekanntgegeben, dass die Empfehlung zu Auffrischimpfun­gen auf alle Menschen ab 18 Jahren ausgeweitet wird. Es gilt aber nach wie vor, dass laut STIKO zuerst ältere und vorerkrankte Menschen einen Booster bekommen sollten. „Auch bisher Ungeimpfte sollen vordringlich geimpft werden.“

Bei Menschen ab 30 seien für die Auffrischimpfung beide derzeit verfügbaren mRNA-Impfstoffe (Moder­na und Biontech/Pfizer) „gleichermaßen geeignet“, schreiben die Experten. Für Menschen unter 30 Jahren und Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel wird Biontech empfohlen.

Zum Impfabstand heißt es, dass dieser „in der Regel“ sechs Monate betragen solle. Generell kürzere Ab­stände schienen wegen derzeit eingeschränkter Impfkapazitäten nicht durchführbar.

Die STIKO geht anhand der Datenlage aber davon aus, dass immungesunde Geimpfte für mindestens sechs Monate „anhaltend gut geschützt“ seien. Bei Menschen höheren Alters und Immungeschwächten sehe man „etwas frühzeitiger einen deutlich nachlassenden Impfschutz vor schweren Erkrankungsver­läufen“.

„Wann und für wen ggf. in Zukunft nach der ersten Auffrischimpfung weitere Auffrischimpfungen empfohlen werden, kann derzeit noch nicht gesagt werden“, hält die Stiko fest. © dpa/aerzteblatt.de

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