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Ärztekammer Hessen warnt vor Überlastung von Ärzten

Dienstag, 30. November 2021

/Monet, stock.adobe.com

Frankfurt – Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH) hat die Politik aufge­fordert, rasch Maßnahmen gegen eine Überlastung von Ärztinnen und Ärzten in Klinik und Praxis zu ergreifen.

„Die Ärzteschaft befindet sich durch Stellenabbau im stationären Bereich sowie unbesetzten Arztstellen im ambulanten Bereich in einer schwierigen Lage, die durch eine massive Zunahme von Dokumentation, Büro­kratie und Regressen in allen Versorgungsbereichen erschwert wird. Die notwendige Übernahme von Impfungen verschärft die Situation“, heißt es in einer Resolution der Kammerversammlung.

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Überlastung, Burn-Out und eine Verschlechterung der Patientenversorgung seien die Folgen. Die Dele­gierten fordern daher weitreichende Reformen. Für den ambulanten Bereich sei es nötig, die Budge­tie­rung zu streichen, Regresse abzuschaffen und Bürokratie abzubauen.

Im stationären Bereich sei es nötig, den ärztlichen Vergütungsanteil aus dem Fallpauschalensystem (Diagnosis Related Groups, DRG) herauszunehmen.

„Nach Ausgliederung des Pflegebudgets aus dem DRG-System geht nun der gesamte finanzielle Druck auf den ärztlichen Dienst. Der derzeitige Stellen­abbau im ärztlichen Dienst, der im Schatten der Pande­mie kaum wahrgenommen wird, verschärft die Arbeits­belastung der Ärztinnen und Ärzte“, heißt es in einer weiteren Resolution der Kammerver­sammlung.

Die Landesärztekammer Hessen warnt daher vor „massiven Versorgungsengpässen durch Überlastung, Kündigungen und Krankheiten im ärztlichen Dienst, falls nicht sofort gegengesteuert wird“. © hil/aerzteblatt.de

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