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Ärzteschaft

Ärzte drängen auf bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege

Donnerstag, 2. Dezember 2021

/zinkevych, stock.adobe.com

Frankfurt – Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen hat die Landesregierung auf­gefordert, die Arbeitsbedingungen in der Pflege nachhaltig zu verbessern. „Die Coronakrise hat nochmals gezeigt, dass über Jahrzehnte eine verfehlte Pflegepolitik erfolgte“, heißt es in einer Resolution der Dele­giertenversammlung.

Im Ranking der Staaten in der Organisation für wirt­schaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD-Staaten) liege Deutschland beim Verhältnis Patien­ten zu Pflegekräften an letzter Stelle. Ein Grund dafür ist laut den Kammerdelegierten, dass sich die Pfle­gepolitik ausschließlich an ökonomischen Kriterien orientiert und damit den Pflegenotstand verstärkt habe.

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„Viele Pflegende haben bereits vor der Coronakrise ihren Beruf verlassen. Dies hat sich während der Krise nochmals verschärft“, heißt es in der Resolution. Die Delegierten weisen daraufhin, dass ein erheblicher Anteil der Intensivbetten in der aktuellen Coronawelle wegen des Pflegekräftemangels nicht betrieben werden könne.

„Weiterhin führt Personalmangel in der Notfallversorgung, in Funktionsbereichen etc. zu einer Minderung der medizinischen Qualität, der Wirksamkeit ärztlicher Arbeit und zu einem erhöhten Risiko für Patientin­nen und Patienten“, warnt die Kammerversammlung.

Auch in anderen Bundesländern verschärft sich der Pflegenotstand – auch unabhängig von der Corona­pandemie. So hat sich in Nordrhein-Westfalen die Zahl der offenen oder künftig notwendigen Vollzeit­stellen von knapp 11.000 im Jahr 2016/17 auf rund 23.760 im Jahr 2019 mehr als verdoppelt.

Das zeigt der Report „Landesberichterstattung Gesundheitsberufe“ im Auftrag der NRW-Landesregierung von Mitte November. In der Gesundheits- und Krankenpflege fehlen danach rund 13.500 Kräfte, in der Kinderkran­ken­pflege etwa 1.450 und in der Altenpflege rund 8.800. © hil/aerzteblatt.de

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