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Frauenmilchbank jetzt auch in Kiel

Donnerstag, 2. Dezember 2021

/picture alliance, ANP, Remko de Waal

Kiel – Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat eine Frauenmilchbank jetzt auch in Kiel eingerichtet. Besonders Frühgeborene profitierten davon, teilte das UKSH gestern mit. Für sie könne Muttermilch entscheidend für die Entwicklung sein.

Viele Mütter hätten nach einer zu frühen Geburt noch nicht genügend Milch. In Lübeck unterhält das UKSH eine Muttermilchbank bereits seit einigen Jahren.

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Frühchen mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.500 Gramm werden mit der speziell aufbereite­ten Milch versorgt. Ungefähr 50 dieser sehr kleinen Kinder werden pro Jahr am Campus Kiel geboren.

Das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium fördert die Frauenmilchbanken. Die gespendete Milch stammt von Müttern, deren Kinder selbst in den Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin des UKSH behandelt werden oder wurden.

Wenn die Frauen einverstanden sind, wird die Milch, die ihr eigenes Kind nicht benötigt, tiefgefroren in der Frauenmilchbank vorgehalten. Vorab wird der Gesundheitszustand der Spenderinnen geprüft, die gespendete Milch untersucht und vor der Gabe an das Kind pasteurisiert.

„Insbesondere für den unreifen Darm ist diese Ernäh­rung besser verträglich als industriell hergestellte Säuglingsnahrung. Studien zeigen, dass Frühgeborene, die Muttermilch bekommen, weniger Darment­zündungen bekommen und besser gedeihen“, sagte die Oberärztin der Neonatologie der Klinik für Kin­der- und Jugendmedizin I, Campus Kiel, Ann Carolin Longardt.

Mit der Einrichtung der Frauenmilchbanken folgt das UKSH nach eigenen Angaben unter anderem den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des United Nations Children's Fund (Unicef), die Spenderinnenmilch als beste Alternative einstufen, wenn Kinder nicht mit der Milch der eigenen Mutter ernährt werden können. © dpa/aerzteblatt.de

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