NewsVermischtesViele Arbeitnehmer loben telefonische Krankschreibung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Viele Arbeitnehmer loben telefonische Krankschreibung

Donnerstag, 2. Dezember 2021

/picture alliance, Fleig, Eibner-Pressefoto

Hamburg – Nach den Erfahrungen in der Pandemie stoßen telefonische Krankschreibungen und ärztliche Videosprechstunden bei den Beschäftigten in Deutschland auf große Zustimmung.

Laut einer heute in Hamburg veröffentlichten Befragung für die DAK-Gesundheit unter ihren eigenen Versicherten begrüßen mehr als 80 Prozent der Arbeitnehmer diese Instrumente und wollen sie nutzen. Ein Viertel ist dazu sogar generell bereit – also nicht nur bei bestimmten Sympto­men und Erkrankungen.

Anzeige

Während der Coronapandemie wurde in Deutschland eine Sonderregelung eingeführt, nach der bei leich­teren Atemwegserkrankungen auch eine telefonische Krankschreibung durch einen Arzt möglich ist. Diese wurde erst heute vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bis März 2022 verlängert.

Die Regelung soll eine Ansteckungsgefahr in den Praxen senken und diese entlasten. Laut Erhebung der DAK stößt ins­besondere die Vermeidung von potenziellen Infektionen bei den Versicherten auf Zustim­mung. 81 Pro­­zent begrüßen das Modell aus diesem Grund. Ein weiterer wichtiger Grund für die positive Einschät­zung ist außerdem die dadurch mögliche Zeiter­sparnis.

Nach Angaben der DAK passt das ins allgemeine Bild. So hätten bereits frühere Untersuchungen erge­ben, dass ein großer Teil der Arztkontakte in Deutschland allein wegen einer Krankschreibung entstehe. Ins­gesamt wertete die Krankenkasse die Ergebnisse der Befragung daher als Hinweis auf Verbesserungs­potenziale.

„Die Menschen sind heute offener für neue intelligente Wege der ambulanten medizinischen Versorgung als vor der Pandemie“, erklärte der DAK-Vorstandsvorsitzende Andreas Storm. „Wir sollten aus den Erfah­rungen der Coronakrise lernen und sie für einen Innovationsschub im Gesundheitssystem nutzen“, fügte er an.

Durch Nutzung digitaler und telematischer Möglichkeiten könnten die knappen Ressourcen des Gesund­heitssystems besser auf diejenigen konzentriert werden, die sie besonders benötigten.

Auch der Infek­tionsschutz sei ein Argument dafür, erklärte Storm. So könnten besonders gefährdete Pa­tienten geschützt werden, wenn Menschen mit unkomplizierteren Akuterkrankungen eine Krankschrei­bung per Video­sprechstunde erhalten könnten.

Die Analyse der DAK basiert auf einer Auswertung der Daten von mehr als 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten. Darüber hinaus flossen laut DAK die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von rund 7.000 Beschäftigten zu ihren Erfahrungen und Ansichten zur telematischen Versorgung ein. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER