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Medizin

Schluckstörungen nach Schlaganfall – was die Screeninginstrumente taugen

Montag, 17. Januar 2022

/Andrea Danti, stock.adobe.com

Edinburgh/Preston – Ein Schlaganfall kann die Schluckfähigkeit beeinträchtigen und dazu führen, dass bestimmte Speisen und Getränke in die Atemwege gelangen.

Dies kann zu Erstickungsanfällen, Infek­tionen, Unterernährung, Dehydrierung und anderen Gesundheits­pro­blemen führen. Eine Arbeitsgruppe der Cochrane Stroke Group (Cochrane Review, 2021; DOI: 10.1002/14651858.CD012679.pub2) hat jetzt untersucht, wie genau die Screeninginstrumente sind, mit denen Ärzte ermitteln, wie hoch das Aspirationsrisiko nach einem Schlaganfall ist.

Das Forscherteam identifizierte 25 Studien, die insgesamt 37 Screeninginstrumente verwendeten. Keine Studie zeigte eine 100 prozentige Sensitivität und Spezifität der Instrumente bei geringem Verzerrungs­risiko für alle Bereiche.

Als leistungsfähig erwiesen sich der Bedside Aspiration Test und der Gugging Swallowing Screen, das leistungsfähigste Instrument zum Screening von Schlucken nur von Wasser war der Toronto Bedside Swallowing Screening Test. Die Kombination der Instrumente wies die höchste Sensitivität und Spezifität sowie ein geringes Verzerrungsrisiko für alle Bereiche auf.

Aber in vielen Studien wurden unterschiedliche Darreichungsformen, Konsistenzen von Nahrungsmitteln und Flüssigkeiten sowie die Zeit zwischen dem Beginn des Schlaganfalls und dem Screeningtest ange­setzt, so dass laut den Forschern unklar ist, welches Instrument für den klinischen Alltag am besten geeignet ist. Es war nicht möglich, die verschiedenen Instrumente direkt miteinander zu vergleichen, da die meisten Studien unterschiedliche Methoden verwendeten.

Kliniker sollten bei der Interpretation der Screeningergebnisse vorsichtig sein, da die Bewertungen der Screeninginstrumente auf einzelnen Studien mit kleinen Stichprobengrößen beruhen, berichten die Cochrane-Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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