NewsAuslandIsrael stellt Handyüberwachung von Omikron-Infizierten ein
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Israel stellt Handyüberwachung von Omikron-Infizierten ein

Freitag, 3. Dezember 2021

/dpa, AP, Ariel Schalit

Tel Aviv – Israel hat die umstrittene Handyüberwachung von Coronapatienten, die mit der Omikron-Va­riante infiziert sind, nach wenigen Tagen wieder beendet. Angesichts „der aktualisierten Einschätzung der Lage“ hätten sich Ministerpräsident Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz dazu ent­schieden, teilte Bennetts Büro gestern Abend mit.

Die Handyüberwachung durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet laufe in der Nacht zu heute aus und werde nicht verlängert. Abhängig von den Infiziertenzahlen werde die Maßnahme wieder in Erwägung gezogen. Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag sieben bestätigte Omikron-Fälle im Land.

Anzeige

Ziel war gewesen, die Ansteckungsketten mit der neuen Omikron-Variante zu unterbrechen, wie es in der Mitteilung hieß. Dafür hatte die Regierung am vergangenen Sonntag für den erneuten Einsatz der Über­wachungs­technologie durch den Schin Bet gestimmt. Diese Maßnahme wurde in einer früheren Phase der Pandemie bereits genutzt, wegen Kritik aber wieder gestoppt.

Zudem werde es künftig Strafen für Personen geben, die nicht den vorgeschriebenen Coronatest zur Beendigung der Quarantäne nach einem Auslandsaufenthalt machten, hieß es in einer weiteren Mittei­lung von Bennetts Büro. Die Strafe solle demnach nicht höher als bei rund 700 Euro liegen. Das Gesund­heitsministerium und die Polizei würden ihre Daten synchronisieren, damit die Tickets automatisch ausgestellt würden.

Die Omikron-Variante (B.1.1.529) war zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesund­heitsorganisation (WHO) stuft sie als „besorgniserregend“ ein. Bis auf Weiteres müssen alle Personen, die aus einem beliebigen Land nach Israel zurückkehren – darunter auch geimpfte Israelis – bei der Einreise mindestens drei Tage lang isoliert werden. Für Touristen gilt zunächst noch bis Ende nächster Woche ein Einreiseverbot. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER