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Homeoffice hat sich als Schutzmaßnahme bewährt

Freitag, 3. Dezember 2021

/SFIO CRACHO, stock.adobe.com

Nürnberg – Die pandemiebedingte Umstellung auf die Arbeit aus dem Homeoffice hat sich einer Unter­suchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge bewährt. Bei den meisten Betrieben sei die Produktivität nicht herabgesetzt worden, teilte das Institut heute mit. Das IAB hatte in der ersten Novemberhälfte eine Befragung bei Betrieben durchgeführt.

Rund 60 Prozent der Unternehmen, die in der Pandemie mindestens einem Beschäftigten Homeoffice ermöglichten, gaben demnach an, dass meist keine Produktivitätsprobleme entstanden seien. 22 Prozent der befragten Betriebe bewerteten die Auswirkungen auf die Produktivität sogar als positiv. Lediglich 13 Prozent schätzten ein, dass sich die Produktivität durch Homeoffice verschlechtert habe.

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Insgesamt bewerteten gut 40 Prozent der Betriebe, die in der Pandemie mindestens einem Beschäftigten Homeoffice ermöglichten, ihre Erfahrungen mit dem Homeoffice seit Pandemiebeginn als sehr oder eher positiv und 17 Prozent als negativ. Trotz dieser Bilanz hatten in einer vorherigen Befragungswelle im Juli 2021 zwei Drittel der Betriebe angegeben, das Homeoffice-Angebot nach der Pandemie auf das Vorkri­sen­niveau zurückbringen zu wollen.

Das Problem könnte laut IAB in der innerbetrieblichen Kommunikation liegen. 70 Prozent der Groß­be­trie­be mit 250 und mehr Beschäftigten hätten angegeben, die Ausweitung des Homeofficeangebots wäh­rend der Pandemie habe den Austausch zwischen den Beschäftigten beeinträchtigt. Bei Kleinst­betrieben mit unter zehn Beschäftigten treffe das nur auf knapp 30 Prozent zu. Ähnlich werde die Kom­munikation zwischen Beschäftigten und Führungskräften bewertet.

„Dies zeigt, dass Betriebe persönliche Interaktionen vor Ort als wichtigen Bestandteil der Arbeit ein­schätzen, die sich nicht eins zu eins durch virtuelle Kommunikation ersetzen lassen, vor allem bei neu eingestellten Beschäftigten“, sagte IAB-Direktor Bernd Fitzenberger.

Möglicherweise sei die Kommunikation für größere Betriebe ein wichtigeres Probleme, weil mehrere Betriebsteile miteinander koordiniert und mehr Personen zusammengebracht werden müssen. © dpa/aerzteblatt.de

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