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Ärzteschaft

Informationsgrad zur elektronischen Patientenakte noch immer gering

Montag, 6. Dezember 2021

Die Ergebnisse der Umfrage im Auftrag des Deutschen Ärzteblattes.

Berlin – Die Mehrheit der Bevölkerung hat sich noch nicht bei ihrer Krankenkasse über die elek­troni­sche Patientenakte (ePA) informiert. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Deutschen Ärzte­blattes haben erst zwölf Prozent der Befragten Kasseninformationen zur ePA eingeholt – 84,3 Pro­zent der Befragten taten dies noch nicht.

Wesentliche Unterschiede, etwa bei einer Betrachtung verschiedener Alters- oder Berufsgruppen, lassen sich in den Umfrageergebnissen zum bisherigen Informationsgrad nicht erkennen.

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Gesetzliche Krankenversicherte haben bereits seit dem 1. Januar 2021 ein Anrecht auf die Nutzung einer ePA. Diese wird von der jeweiligen Krankenkassen als App kostenfrei bereitgestellt und kann auf mobilen Endgeräten, wie zum Beispiel Smartphone oder Tablet, installiert werden.

Sie enthält medizinische Befunde, Informationen aus vorhergehenden Untersuchungen oder Behand­lun­gen und soll ab dem kommenden Jahr unter anderem auch strukturierte Informationen per elektroni­schem Untersuchungsheft für Kinder, Mutterpass sowie elektronischer Impfdokumentation bieten.

Zentral erfasste Daten zur Nutzung der ePA liegen bislang nicht vor, Daten einzelner Kassen deuten je­doch darauf hin, dass von den mehr als 70 Millionen gesetzlich Versicherten erst einige hunderttausend die digitale Akte heruntergeladen haben.

Laut einer aktuellen repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom haben erst 0,5 Prozent der Befragten eine ePA in Gebrauch. Allerdings möchte mit 76 Prozent die Mehrheit der Bevölke­rung eine elektronische Patientenakte nutzen.

Demnach wollen 39 Prozent die ePA auf jeden Fall nutzen, 37 Prozent wollen dies wahrscheinlich tun. Nur jeder beziehungsweise jede Fünfte (20 Prozent) schloss dies in der Umfrage für sich aus.

Unter denen, die grundsätzlich die Nutzung der ePA ablehnen, hat fast die Hälfte (46 Prozent) Bedenken, dass die eigenen Daten nicht sicher sein könnten – nur 20 Prozent sehen keinen Nutzen in der ePA. Immerhin 30 Prozent derjenigen, die laut Bitkom-Umfrage keine ePA wollen, sagten auch: Ich kenne mich nicht mit dem Thema aus. © aha/EB/aerzteblatt.de

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