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Ärzteschaft

Ärzte beklagen Planungsunsicherheit bei Impfstofflieferungen

Dienstag, 7. Dezember 2021

/picture alliance, ANP

Weimar – Angesichts gedrosselter Liefermengen für den Coronaimpfstoff von Biontech beklagt die Kassen­ärzt­liche Vereinigung Thüringens (KVT) weiterhin eine Planungsunsicherheit bei der Impfkam­pagne.

Die Arztpraxen etwa dürften nur 30 Biontech-Dosen pro Woche bestellen, hieß es. In der vergangenen Woche hätten etliche Praxen jedoch nur sechs bis zwölf Dosen erhalten, sagte eine KVT-Sprecherin. Das mache es schwer, Termine zu planen. Auch an den Impfstellen des Landes müsse man derzeit immer die Liefermengen abwarten, um verbind­lich Termine freischalten zu können.

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„Wir wünschen uns alle mehr Planungssicherheit“, sagte sie. In der vergangenen Woche hätten zudem 100.000 Menschen ein Schreiben erhalten, wonach sie kurzfristig von Biontech auf Moderna umgebucht wurden. Einige hätten in der Folge auch von ihrem Impftermin abgesehen. Die Sprecherin machte klar, dass sich beide Impfstoffe qualitativ in nichts nachstehen.

Mit Blick auf die künftige Beteiligung von Zahnärzten und Apothe­kern an der Impfkampagne, zeigte sie sich skeptisch. „Knapp ist nicht das Per­sonal, sondern der Impfstoff.“ Wenn man nun das rare Gut auf mehr Stellen verteile, bedeute das nicht unbedingt, dass mehr Impfungen stattfinden.

Insgesamt seien in der vergangenen Woche mehr als 100.000 Coronaimpfungen verabreicht worden. Rund 63.000 Spritzen wurden den KVT-Zahlen zufolge bei den Vertragsärzten gesetzt. Knapp 50.000 Impfun­gen entfielen auf die Impfstellen im Land und die mobilen Impfteams. Vor allem die Boosterim­pfungen hatten in den letzten Wochen zu starken Anstiegen bei den Impfzahlen geführt.

Für die kommende Zeit ist zudem eine Erweiterung der Impfkapazitäten von 30 auf über 50 Impfstrecken in den Impfstellen geplant, wie die Sprecherin weiter sagte. Der Hochlauf geschehe derzeit auch mit personeller Unterstützung der Bundeswehr.

„Theoretisch sind dann fast doppelt so viele Impfungen möglich“, sagte sie. In Gera soll morgen ein über­regionales Impfzentrum die bisherige Impfstelle ersetzen. Auch in Jena oder Sömmerda sei eine Erwei­te­rung der Kapazitäten bereits vollzogen. In anderen Städten stehe das noch aus. © dpa/aerzteblatt.de

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