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Neues Traumahilfezentrum für Flutopfer

Dienstag, 7. Dezember 2021

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsminister Clemens Hoch (beide SPD) stehen bei der Eröffnung des Traumahilfezentrums (THZ) im Ahrtal zusammen. /picture alliance, Thomas Frey

Grafschaft – Für Menschen, die während der Flutkatastrophe im Ahrtal traumatisiert worden sind, gibt es eine neue Anlaufstelle. Gemeinsam mit Gesundheitsminister Clemens Hoch hat die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (beide SPD) gestern Abend ein neues Traumahilfe­zentrum in Grafschaft-Lantershofen oberhalb des weithin zerstörten Ahrtals eröffnet. Sie nannte es ein „bundesweit einmaliges Projekt“.

„Viele tausende Menschen haben im Ahrtal Todesangst durchstehen müssen. Viele haben Angehörige, Freunde oder Nachbarn verloren, oder ihr Zuhause. Mit ihren traumatischen Erlebnissen lassen wir die Menschen nicht alleine“, betonte die Ministerpräsidentin laut Mitteilung.

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Die Landesregierung finanziere die Arbeit des Traumahilfezentrums zunächst für drei Jahre mit gut 766.000 Euro. Das Projekt solle ein niedrigschwelliges Angebot sein und könne, wenn nötig, beispiels­weise Psychotherapie an Flutopfer vermitteln.

Das Zentrum nimmt in den Räumen des katholischen Studienhauses St. Lambert unter der Leitung der Dr. von Ehrenwallschen Klinik und in Zusammenarbeit mit der Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Deutschen Roten Kreuzes in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Arbeit auf.

Hoch erklärte, mit dem Zusammenwirken dieser beiden Kliniken könnten „nicht nur Betroffene aller Altersstufen, sondern auch Familien, die teilweise generationsübergreifend traumatisiert wurden, ge­meinsam beraten und betreut werden“.

Die selbst stark von der Sturzflut betroffene Dr. von Ehrenwallsche Klinik soll laut Staatskanzlei für ihren Weiteraufbau am Montagabend weitere Bewilligungsbescheide von rund 600.000 Euro erhalten.

Die Sturzflut am 14. und 15. Juli nach extremem Starkregen im Ahrtal hatte 134 Menschen getötet und Tausende von Häusern beschädigt oder zerstört. Immer noch leben viele Anwohner bei Verwandten, Freunden oder in Ferienwohnungen und Notunterkünften. © dpa/aerzteblatt.de

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