NewsVermischtesReferenzwerte für Ballaststoffe, Pantothensäure und Magnesium aktualisiert
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Referenzwerte für Ballaststoffe, Pantothensäure und Magnesium aktualisiert

Donnerstag, 30. Dezember 2021

/bit24, stock.adobe.com

Bonn – Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat gemeinsam mit den Ernährungsgesell­schaf­ten aus Österreich und der Schweiz überarbeitete Referenzwerte für die Zufuhr von Ballaststoffen, Panto­thensäure und Magnesium herausgegeben.

Neu ist, dass die Referenzwerte für Magnesium nicht mehr als empfohlene Zufuhr, sondern als Schätz­wert für eine angemessene Zufuhr angegeben werden. Die Schätzwerte werden mangels ausreichend belastbarer Studiendaten anhand der durchschnittlichen Magnesiumzufuhr der Bevölkerung abgeleitet.

Außerdem gibt es laut der DGE derzeit keinen geeigneten Biomarker für die Bestimmung des Magne­sium­status. Der Schätzwert für Erwachsene im Alter von 19 bis über 65 Jahre liegt bei 350 Milligramm/ Tag für Männer und 300 Miligramm/ Tag für Frauen.

Für die Zufuhr an Pantothensäure wird weiterhin ein Schätzwert für eine angemessene Zufuhr festgelegt. „Es gibt nach wie vor keine belastbaren Bilanzstudien und keine aussagekräftigen Biomarker zur Beur­teilung des Pantothensäurestatus“, hieß es aus der DGE. Für Kinder und Erwachsene wurde der Schätz­wert um ein Milligramm gesenkt und liegt nun bei fünf Milligramm pro Tag für Kinder ab zehn Jahren und Erwachsene.

Für Stillende wurde der Schätzwert um ein Milligramm auf sieben Milligramm pro Tag erhöht. Panto­thensäure als Bestandteil von Coenzym A regelt wichtige Prozesse im Energiestoffwechsel wie den Auf- und Abbau von Fettsäuren, den Abbau von Kohlenhydraten und Aminosäuren sowie den Aufbau von Cholesterin und Gallensäuren.

Die Überarbeitung hat laut der DGE den bisher gültigen Richtwert für Ballaststoffe für Erwachsene von mindestens 30 Gramm pro Tag bestätigt. Dies ist laut der Fachgesellschaft ein Richtwert im Sinn einer Orientierungshilfe.

„Insgesamt verringert eine erhöhte Ballaststoffzufuhr das Sterblichkeitsrisiko und hat positive Effekte auf den Cholesterinspiegel oder Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Dickdarm- und Brustkrebs“, so die DGE. Zudem sinke bei einer gleichzeitig ausreichenden Flüssigkeitszufuhr das Risiko für Verstopfung. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER