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Statistikamt: Keine Auswirkungen der Pandemie auf Suizidrate

Donnerstag, 9. Dezember 2021

/Daniel Reche, stock.adobe.com

Wiesbaden – Die Coronakrise hat im vergangenen Jahr keinen auffälligen Anstieg der Suizide verursacht. Im Jahr 2020 beendeten 9.206 Menschen in Deutschland ihr Leben durch einen Suizid, was die zweit­nie­drigste Zahl seit 1980 war, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden erklärte. Noch niedri­ger war der Wert bislang nur 2019 mit 9.041 Fällen gewesen.

„Der Anteil der Suizide an allen Todesursachen war 2020 mit 0,93 Prozent niedriger als in den Jahren 2016 bis 2019“, sagte Karin Böhm, Leiterin der Gruppe Gesundheit und Soziales beim Statistikamt bei einer Pressekonferenz in Wiesbaden.

Vor Corona war der Anteil der Suizide an den Todesursachen von 1,08 Prozent im Jahr 2016 bis auf 0,96 Prozent im Jahr 2019 gesunken. Damit setzte sich die rückläufige Entwicklung trotz der psychischen Belastungen der Menschen in der Coronapandemie im Jahr 2020 fort.

Bereits in der vergangenen Woche hatten das Nationale Suizidpräventionsprogramm für Deutschland, die Deutsche Akademie für Suizidprävention und die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention mit Verweis auf die auch vom Statistikamt genannten Zahlen mitgeteilt, dass ein Einfluss der Coronapan­demie auf die Suizidrate derzeit nicht nachweisbar sei. © afp/aerzteblatt.de

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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 10. Dezember 2021, 15:43

Fakten versus Fiktionen

Vor Corona war der Anteil der Suizide (Selbsttötungen) an den Todesursachen von 1,08 Prozent im Jahr 2016 bis auf 0,96 Prozent im Jahr 2019 gesunken. Damit setzte sich die rückläufige Entwicklung trotz der psychischen Belastungen der Menschen in der Coronapandemie im Jahr 2020 mit 0,93 Prozent fort.

Ich hoffe nur inständig, dass jetzt nicht "alternative" Info-Portale, Verschwörungstheoretiker, Aluhut-Träger, Quacksalber und andere "Covidioten" auf die Idee kommen könnten, eine Sars-CoV-2-Infektion bzw. COVID-19-Erkrankung könne vor dem Entschluss zum Freitod schützen.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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