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Medizin

Moderna baut sein mRNA-Impfstoff­portfolio weiter aus

Dienstag, 14. Dezember 2021

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Bill Sikes

Cambridge – Interimsanalysen aus einer Phase-1-Studie mit dem quadrivalenten saisonalen Grippeimpf­stoff­kandidaten (mRNA-1010) von Moderna deuten bei allen 4 getesteten Stämmen sowohl bei älteren und jüngeren Erwachsenen auf eine ausreichende Immunantwort hin.

Der quadrivalente Impfstoffkandidat mRNA-1010 kodiert für das Hämagglutininprotein von 4 saisonalen Influenzaviren, einschließlich der Linien A/H1N1, A/H3N2 sowie Influenza B/Yamagata- und B/Victoria.

In der Phase-1-Studie wurde mRNA-1010 in den Dosisstufen von 50 μg, 100 μg und 200 μg bei jüngeren Erwachsenen (18-49 Jahre) und älteren Erwachsenen (ab 50 Jahren) untersucht. Die erzielten Antikörper­titer waren unter allen Dosierungen von 50 μg, 100 μg und 200 μg bis Tag 29 ausreichend, was darauf hindeutet, dass noch niedrigere Dosen wirksam sein könnten.

Nebenwirkungen wurden häufiger bei jüngeren Erwachsenen und bei höheren Dosierungen verzeichnet. Für beide Altersgruppen waren die am häufigsten berichteten lokalen Ereignisse Schmerzen und Schwellungen. Häufige systemischen Nebenwirkungen umfassten Müdigkeit, Arthralgie, Myalgie und Kopfschmerzen.

Die seit November laufende Phase-2-Studie mit mRNA-1010 (n=500) untersucht auch eine niedrigere Dosis von 25 μg zusammen mit beiden niedrigsten Dosisstufen aus der Phase-1-Studie (50 μg und 100 μg). Außerdem berücksichtigt die Phase-2-Studie auch einen Vergleichsarm mit einem zugelassenen Grippeimpfstoff (n=50).

Erste Zwischenergebnisse aus der Phase-2-Studie werden für Anfang des Jahres 2022 erwartet. Darüber hinaus laufen derzeit Vorbereitungen für eine Phase-3-Studie zu mRNA-1010.

Moderna hat weitere mRNA-Impstoffkandidaten (z.B. mRNA-1011, mRNA-1012) in der Forschungs­pipeline. Der Impfstoffkandidat mRNA-1011 wird ein zusätzliches Hämagglutininantigen und mRNA-1012 2 zusätzliche Hämagglutininantigene besitzen. Zusätzlich untersucht das Unternehmen mit mRNA-1020 und mRNA-1030 Grippeimpfstoffkandidaten, die Neuraminidaseantigene enthalten, um die Immunität über Hämagglutinin hinaus zu erweitern.

„Die positiven Phase-1-Zwischenergebnisse unseres 4-wertigen Grippeimpfstoffkandidaten mRNA-1010 sind ein wichtiger Meilenstein. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Studienteilnehmer, die die 50-µg-Dosis erhielten, einschließlich älterer Erwachsener, einen robusten Anstieg der geometrischen mittleren Antikörpertiter erreichten. Diese Antikörper beziehen sich auf H1N1 und H3N2 als Stämme, die für die überwiegende Mehrheit der Morbidität und Mortalität in dieser Altersgruppe verantwortlich sind. Wir glauben, dass unsere mRNA-Impstoffkandidaten das Potenzial besitzen den erheblichen ungedeckten Bedarf bei der saisonalen Grippe zu decken. Dazu zählen nun auch unsere neuen Kandidaten mRNA-1011 und mRNA-1012, von denen wir glauben, dass sie die Virenstämme breiter abdecken und den Gesund­heitsbehörden mehr Optionen bieten werden“, so die Einschätzung von Stéphane Bancel, Chief Executive Officer von Moderna.

Saisonale Grippewellen mit Influenza A und Influenza B variieren jedes Jahr in ihrer Schwere und belasten die Gesundheitssysteme erheblich. Atemwegsinfektionen zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen mit jährlich etwa drei Millionen Todesfällen. © cw/aerzteblatt.de

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